Erziehung & Beziehung

Friede Freude Eierkuchen in der Trotzphase oder die Sache mit der Konsequenz

Comments (19)
  1. Avatar Kathrin sagt:

    Es ist zwar nicht richtig sich am „Leid“ anderer hochzuziehen, aber es tut mir so gut, dass ich mit diesen „Trotzphasen“ nicht alleine bin und nicht nur ich NICHT weiß wie man das händeln soll.

    LG
    Kathrin

    1. Mama notes Mama notes sagt:

      Liebe Kathrin,
      Doch das darfst Du! Und es freut mich ebenso dass es Dir ähnlich geht ;)
      Liebe Grüße, Mama notes

  2. Sehr schön beschrieben. Und ich musste gerade so lachen wegen Punkt 7:

    „Aushalten! Kind schreit und brüllt um sein Leben. Du fühlst Dich schlimm streng und gar nicht mehr lieb. Aushalten! Nicht an Zeitungsartikel denken, die besagen, dass die Kinder in südlichen Ländern weniger trotzen und nur die komischen deutschen Mütter mit der Trotzphase ein Problem haben.“

    Das wusste ich noch gar nicht. Hihihi.
    Kind 3 ist übrigens eine echte Herausforderung, was Trotzen betrifft. Insofern lese ich solche Texte sehr gerne.

    Viele Grüsse, Christine

    1. Mama notes Mama notes sagt:

      Das war wirklich so. Ich hatte mir den schicken Plan gemacht, dann nachmittags danach gehandelt. Super, dass mir in dem Augenblick dieser unerbauliche Artikel einfiel. Ich Versagerdeutschemudda. ;)
      Und schön, dass Du darüber lachst, ich finde es nämlich im Nachhinein auch aberwitzig, welchen Streich einen das Gehirn in solchen Stresssituationen beschert. Den Artikel habe ich wirklich vor Jahren mal gelesen.
      Kind3 ist bei Dir trotzmäßig am schlimmsten? War Kind2 bei Dir auch trotziger als Kind1?
      Viele Grüße, Mama notes

  3. Kind 1 hat nur ganz verhalten getrotzt. Nicht der Rede wert. Und Kind 2, der Sohn, war ein ganz und gar liebes Kleinkind, das kaum Raum zum Trotzen gefunden hätte, weil die Trennung vom Vater kam, als der Sohn 3 war.. Kind 3 ist der Hammer, was Trotz betrifft. Ausdauer, Lautstärke, vielseitig, was die Anlässe betrifft. Jetzt, kurz vor dem 5. Geburtstag, wird es langsam besser.

    1. Mama notes Mama notes sagt:

      Danke, das ist interessant. Dann fing Dein Kind2 nicht schon mit 2 an zu trotzen? Ich staune. Meiner ist 2 Jahre und trotz locker schon seit 6 Monaten. Und er nimmt erst Fahrt auf… oO
      Er wird bestimmt total lieb und vernünftig in der Pubertät. ;)

  4. Naja, der Sohn hatte auch mit 2 Jahren nicht wirklich Raum zum Trotzen – ich war risikoschwanger mit der Jüngsten, musste wochenlang liegen zum Ende der Schwangerschaft, und es gab haufenweise Komplikationen, vom ersten Schwangerschaftstag an. Das war sicher total blöd für ihn.

    Er war ein ganz, ganz zuckersüsses Kerlchen. Heute ist er zum Glück manchmal bockig. Das kam aber erst nach der Trennung raus bei ihm. Besser jetzt als später in der Pubertät doppelt so schlimm! :)

    1. Mama notes Mama notes sagt:

      Ohja, das erklärt vieles. Lieben Dank für die Info.
      Ich kann mir gut vorstellen, dass es damit zu tun hat, ob das Kind genug Raum hat, um zu Trotzen. Ein gewisses Maß an Ablöseprozess ist sinnvoll, das sehe ich so wie Du.

  5. Avatar momatka sagt:

    Danke für diesen Post. Hier fängt es nämlich auch schon an, mit gerade mal 16 Monaten. Was heißt Trotz? Wenn der Punkt „seinen Willen nicht kriegt“ reißt ihn der Frust buchstäblich von den Beinen. Der „Anfall“ dauert zum Glück noch nicht sehr lange und der Punkt lässt sich schnell ablenken, aber ich sorge mich schon, wie wird das werden. Der Punkt scheint einen Dickkopf zu haben. (btw. wie jemand anders den ich kenne und der die Hälfte der Gene beigesteuert hat ;-) )

    1. Mama notes Mama notes sagt:

      Yep. Mit 16 Monaten ging es bei Kind2 auch ungefähr los. :)

  6. Avatar sagichjetzteinfachmalso sagt:

    es wird besser… nach dem 3. Geburtstag. Erst wird es dann nochmal schlimmer für kurze Zeit und dann so langsam Monat für Monat merkst Du den Unterschied :-)

    Ohmmmmm…durchhalten!!

  7. Mama notes Mama notes sagt:

    Danke! Ich weiß. Ist ja nicht mein erstes Kind mit Trotzphase. ;) Nur ist bei meinen Kindern Trotzphase nicht gleich Trotzphase, daher muss ich nochmal neu ran.

  8. Avatar Katharina sagt:

    Ihr habt ja keine Ahnung wie südländische Grossmütter trotzen können, wenn sich Enkel aus nördlicheren Gefielden nicht an ihre bewährte Zur-Ablenkung-mit-Süssigkeiten-bestechen-Taktik halten.
    Mein Kurzer kann ja durchaus beharrlich sein.
    Ich und Langer auch (Kurzer hat es ja nicht gestohlen). Manchmal steigt die Lautstärke dabei temporär über Zimmerlautstärke, aber das gehört irgendie dazu.
    Aber bei der kroatischen Oma, deren eigene Söhne sich nie! nie! niemals!! DERARTIG aufgeführt hätten (wobei 100% ihrer mir bekannten Söhne das Gegenteil aussagen) wurde im letzten Urlaub jedes gesäuselte „Schätzchen, magst du Schokiplätzchen?“ mit „NEIN ICH WILL JETZT MIT DEM JEEP* IM BETONMISCHER** SPIELEN“ quittiert. Jedes. Keine Chance auf Ablenkung oder Korrumpierbarkeit.
    Zusammengefasst halte ich also besagte Zeitungsartikel für grossen Unfug.

    Um doch noch was Hilfreiches beizutragen statt nur über die Schwiegermutter zu schimpfen: Am besten fahre ich wenn ich versuche ein „nein“ in ein „ja“ zu drehen (das tönt jetzt wieder so spürstdumichfühlstdumich) – „ja, du darfst malen gehen SOBALD DU DEINE MEDIZIN GESCHLUCKT HAST“ statt „nein, du musst erst deine Medizin schlucken“. Und wenn das Geheule nicht zu vermeiden ist, ist es meistens das Beste, wenn ich Kurzen einfach auslaufen lasse, dh. daneben stehen bleibe und warte, bis er mit Toben fertig ist. Dann genau dort weiter machen, wo wir durch den Wutteufel unterbrochen wurden. Das geht natürlich nur, wenn Zeit vorhanden ist. Wenn nicht, gibt’s auch keinen Verhandlungs- oder sonstigen Spielraum.

    (*einer von Playmobil
    **ein Echter mit echtem Beton)

    1. Avatar admin sagt:

      Ganz lieben Dank für Deinen Beitrag. Mein südliche Mütter-Trauma ist überwunden. Hurra. Freiheit :)

      Die spürstdumichfühlstdumich-Methode mache ich auch. Ich hätte das mehr unter manipulative Rhethorik gepackt, aber Dein Name gefällt mir viel besser :)

  9. Avatar Jaylina sagt:

    Ich verlasse mit meiner Tochter erstmal die Situation und frag sie im ruhigen, was denn los ist.
    Gestern zB waren wir im Restaurant und sie hat sich nicht benommen. Hab ihr an Tisch schon öfters gesagt, dass sie das jetzt lassen soll – nix!
    Dann bin ich mit ihr vor die Tür, hab ihr das nochmal gesagt und siehe da – alles super gelaufen ;)
    Ich hab für uns gelernt, dass es nichts bringt mit ihr an Ort und Stelle zu reden. Die Leute gucken zwar immer was blöd und denken wahrscheinlich ich mach weiß Gott was mit dem Kind, aber das war mir schon immer egal – das ist mein Kind und ich weiß am besten was Sache ist.
    Ratschläge hör ich mir zwar gern an aber es gelingt nunmal nicht bei jedem Kind alles gleich ;)

  10. Avatar Andreea sagt:

    Teddy ist anderthalb, das mit dem Essen ist derzeit ganz heiss. Ich rede und rede und halte ein, was ich sage. Aber ich kann nicht konsequent sein, nicht 100%. Manchmal bin ich einfach zu müde. Ich bin normal, wir sind normal.

    neulich waren wir im Buchladen und er hat geschrien weil er rutschen wollte. Ich rede nicht vom Kleinkind Geschrei, ich rede davon, dass die Leute nicht mehr verkaufen konnten, reden, er ist SEHR laut (schon immer, schon als Baby, und das ist nicht meine alleinige Wahrnehmung..).
    Keine Ahnung, ich bin irgendwann doch raus.

    Wa soll frau tun? Leute ignorieren geht eine Weile, aber irgendwann ist es einfach nur Terror. Einer schreit dir ins Ohr, die andern gucken bös‘ – herrje.

  11. Avatar Mrs Pumice sagt:

    Die Sache mit dem Essen handhaben wir schon lange so: sobald die Kinder nachhaltig mit dem Essen spielen oder, was zum Glück seltener vorkommt, mit dem Essen um sich werfen, nehmen wir den Teller weg und kommentieren, dass das Kind anscheinend fertig ist. Oft gibt es daraufhin das hier schon oft beschriebene Gebrüll, meistens aber mit der Konsequenz, dass sie dann doch weiter essen. Und wenn nicht, ist es auch okay. Wir sind davon überzeugt, dass die Kinder nicht so schnell „verhungern“ werden und zur nächsten Mahlzeit einfach etwas mehr essen, weil der Appetit plötzlich größer ist als vorher (meist auch unabhängig vom angebotenen Essen). Im allgemeinen laufen die Mahlzeiten bei uns aber sehr gut und weitestgehend reibungslos ab.

    Ich möchte an dieser Stelle trotzdem ein großes Dankeschön los werden für die Blogeinträge und Kommentare! Ich kann so vieles 1:1 nachvollziehen und bin echt erleichtert, dass wir eine „ganz normale Familie“ sind. ;-)

  12. Avatar Marie sagt:

    Danke für deinen Blog.
    Du schreibst mir mit jedem Eintrag aus der Seele! Ich kämpfe mit den gleichen Problemen, Unsicherheiten, Fragen und finde meist zu den gleichen „Lösungen“ oder eben „Nicht-Lösungen“. Es tut sehr gut zu sehen, dass man sich allein ist.
    Ich habe jetzt auch wieder angefangen bei manchen Sachen, die altbackene und von mir wenig geliebte „Konsequenz“-Geschichte rauszuholen. Wenn ich merke, dass das Geschrei nur ein Aufmerksamkeitsgeschrei ist. Parallel versuche ich sehr darauf zu achten, dem Kind viel Aufmerksamkeit im Alltag zu schenken, damit es erst gar kein Defizit hat. Und: Es läuft wirklich gut und es gibt wieder entspannte Tage, die nicht mehr randvoll mit Geschrei sind.
    Ähnlich haben wir das mit dem Essen durchziehen müssen und das war eben wie du beschreibst auch so eingefahren. Wir haben den Teller dann einfach nach hinten gestellt und ihm dann nochmal eine Chance gegeben, wenn er begriffen hat, dass es Ernst gilt. Auch hat er immer ausgetestet, ob wir es wohl mitmachen, wenn er nach jedem Bissen seinen Essenswunsch ändert und das bei JEDER Mahlzeit. Von Käse- zu Wurst- zu Marmeladenbrot und zurück. Seitdem wir dort einmal die Regel konsequent durchgezogen haben, dass er aufessen muss, bevor es was neues gibt, klappt es!

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