Mein Besuch auf der Elternbloggerkonferenz #denkst

Ich bin müde, denn die Elternbloggerkonferenz #denkst fand gestern in Nürnberg statt. Heute bin ich wieder zu Hause in der leeren Wohnung, die Familie ist ausgeflogen und ich habe genügend Zeit, die Erlebnisse Revue passieren zu lassen.

In short: Es war eine ganz wundervolle, warmherzig gestimmte, solidarische und ermutigende Konferenz. Mein herzlicher Dank geht an Susanne und Sven für die großartige Organisation, die schöne Location und die tolle Auswahl an Rednerinnen und Rednern. Ich möchte auch allen Sponsoren der #denkst danken, denn ohne sie wäre all das so nicht möglich gewesen.

Mama notes auf der denkst#denkst Dir ein Klassentreffen

Was mich an der denkst so geflasht hat, war die Freundlichkeit und Warmherzigkeit unter den Besucher*innen. Wir waren viele und trotzdem waren wir „unter uns“. Es war ein Klassentreffen, ein Wiedersehen und Kennenlernen. Ich wünschte, ich hätte mich mit so viel mehr neuen und alten Internetfreunden unterhalten können. Aber zwischen den Vorträgen blieb oft nur Zeit für ein wenig Small Talk.

Zum Glück war ich schon einen Tag eher mit Minimenschlein und glücklich scheitern im Zug angereist und nachmittags und abends mit vielen tollen Menschen in der Stadt beim Bummeln, Essen und Kaffee trinken abends wieder beim Essen  und nachts in der Bar unterhalten können. Danke und winkewinke an MeWorkingMom, Mamamania, Stylemom, Beauty-Mami, Heikeland, Mama Mia, Inkanina, Silke Plagge, Mutterseelensonnig, Gute Kinderstube, Mama arbeitet, Grosseköpfe, Berlinmittemom und so viele andere, dir meinen Hirnsieb auf die Flotte nicht einfallen. Durch diese immer viel zu kurzen Gespräche wurde die Konferenz rund!

Wie immer bei solchen Treffen habe ich den Eindruck, alle anderen haben sich besser, häufiger, vielseitiger unterhalten und kennen gelernt als ich. Diese  infantile Angst etwas zu verpassen gehört wohl zu Klassenfahrten dazu. Zumindest bei mir. Egal wie alt Du wirst, nach einer großen Party freust Du Dich einerseits über alle tollen Begegnungen und wünschtest andereseits, die Party wäre nicht so schnell vorbei gewesen wegen all der Gespräche, die Du nicht geführt hast.

 

Mama arbeitet auf ihrem Vortrag
Mama arbeitet erklärt die Welle im Internet

 

Tatsächlich war ich auf der #denkst aber vorallem wegen der Vorträge. Ich fand sie alle sehr profund, lehrreich und wirklich toll. Vielen Dank an Christine für diese sympathische und unterhaltsame Welle! Es war das erste Mal, dass ich Christine traf, zum Glück auch abends an der Bar, gemeinsam mit zwei ihrer Drei tollen Kinder.

Bea erklärt Marke
Bea erklärt Marke. Hier: Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung


Bea
gab uns Insights in die Wichtigkeit von Marke und warum es beim Bloggen helfen kann, seinen eigenen Markenkern für sich definiert zu haben. Ich stehe da für mich noch vor einer ungelösten Aufgabe, wohl auch, weil ich sehr selbstkritisch (und perfektionistisch) an die Sache heran gehe. Beas Vortrag hat mich nachhaltig beeindruckt, so geht es mir eigentlich immer, wenn ich Bea treffe. Ich freue mich darüber, dass sie ihr Wissen mit uns geteilt hat.

Ein Branchentreffen – der guten Art

Ich habe in fast jedem Vortrag das Bemühen und Verlangen gespürt, dass sich diese Branche ver-professionalisiere, dass sie mutiger und noch solidarischer und vernetzter werde – und dass noch mehr Wissen, Talent und Gesellschaftspolitik in den Blogs zum Vorschein komme.

Svenja kurz vor ihrem Vortrag


„Bloggen ist gelebter Feminismus“
hat Svenja in ihrem überaus inspirierenden und bemerkenswert offenen Vortrag gesagt. Sie sprach nicht nur klar über die Entwicklung ihres Blogs, ihrer Zahlen und Preise, sondern verriet in kürze der Zeit sehr komprimiert, was sie alles dafür tut. Vielen Dank für die Transparenz und wie sie und auch Rebecca, Anna und viele andere in dem Vortrag immer wieder betoten: wir sollten uns vernetzten, solidarisieren, Wissen teilen und keine Angst vor Konkurrenz haben. Wettbewerb belebt nicht nur das eigene Bloggen, sondern vorallem: Wir sind alle unterschiedlich und es gibt genügend Themen, Leser*innen und Kooperationen für alle (die das möchten).

Das Thema Kinderfotos im Netz ist etwas, das eigentlich alle Eltern betrifft, aber natürlich gerade von Elternbloggern diskutiert gehört. Dasnuf hat das in ihrem Vortrag nicht zum ersten Mal gemacht und auch sogleich reflektiert, wie und warum sie ihre Meinung geändert hat. Das nenne ich mal souverän!

Alu sprach in ihrem Vortrag an, wie oft Themen und Kritik, die von Elternbloggern aufgeworfen werden, in der Politik diskutiert und aufgegriffen werden. Wir dürfen und sollten uns trauen, als Elternblogger unsere Stimme zu nutzen, um auch Gesellschaftskritik laut werden zu lassen. Ein Anliegen, für das auch gerade Mama arbeitet, sehr gekonnt immer wieder eintritt.

Ehrlichkeit unter uns Blogger*innen, echte gegenseitige Beratung und Vernetzung von Wissen hilft uns allen in unserem Bemühen um gute Texte, tolle Blogs und die Möglichkeit durch Kooperationen, Sponsoren und Kunden, einen Teil oder auch Großteil unseres Lebensunterhaltes damit zu bestreiten. Das heißt nicht, dass sich alle Blogger verprofessionalisieren sollen – nur können, das wäre schön. Aus Spaß an der Freud, mit Herzblut und Hingabe bloggen wir alle.

Danken möchte ich auch an die privaten Kleinvorträge für mich von Sophie über Pinterest und an Minimenschlein über Instagram, die ich so nebenher von Euch erhalten habe. Danke! Ich hoffe, ich kann bald etwas zurück geben, was immer das sein kann.

Im Moment bin ich noch Nutznießerin, aber wenn ich jemandem helfen, Information geben oder sonstwas tun kann, schreibt mich einfach an.

Ich weiß, ich schreibe hier einen Blogtext für Blogger*innen, es tut mir leid. Ich habe leider keine Selfies gemacht und selten die Kamera gezückt. Verzeiht, ich war so beschäftigt im Klassentreffen nichts zu verpassen, weder von meinen tollen Gesprächen mit all den Menschen, noch von den Vorträgen.

Speaker, die ihre Vorträge der denkst ins Netz gestellt haben

das nuf: Über die Privatheit von Familienblogs

Grosseköpfe: Sind ElternbloggerInnen politisch relevant? Ein Vortrag in Worten

Tollabea: Bloggst du nur, oder bist du eine Marke? (pdf)

Kai Bösel: BOOMblogs auf der #denkst16: ”Sind Blogger Relations immer gleich Paid Content?“

Blogtexte über die denkst findet Ihr hier.

 

 

Sei die Erste, die diesen Beitrag teilt!

8 Kommentare

  1. Sehen wir uns auf der Blogfamilia?

    Ps.: Sehr schönes neues Template, allerdings ist die Schrift im Kommentarfeld wirklich winzig und hebt sich von der Farbe kaum vom Untergrund ab (mobile Version geht zwar, aber aufm PC extrem schlecht.)

  2. P.S. Ich hab den Vortrag das 1. Mal gehalten. Nur hatte ich ihn schon vor 4 Wochen fertig und dann nochmal nachgedacht und meine Haltung geändert und dann den Vortrag neu gemacht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert