Bücher

Feministische Kinderbücher

Feministische Kinderbücher - Familienblog Mama notes
Comments (18)
  1. Avatar Carla Heher sagt:

    Ein paar Anmerkungen:

    „Unerschrocken“ ist kein Kinderbuch, nicht mal ein Jugendbuch, aber wir empfehlen es ab etwa 12. (http://buuu.ch/unerschrocken-funfzehn-portraits-ausergewohnlicher-frauen/)

    Zur „Weltgeschichte für Junge Leserinnen“ gibt es sehr wichtige Kritik bezüglich Kolonialismus, ich würde es nur unter Vorbehalt empfehlen. (http://weiberdiwan.at/misslungene-weltgeschichte-fuer-maedchen/). Auch die Kritik zu den Good Night Stories find ich ganz wichtig: https://twitter.com/_ollieford/status/933658743761461248/photo/1

    Ziemlich cool finde ich, dass es Pau in die Liste geschafft hat und die beiden Bücher aus dem Jaja Verlag. <3

    Ich hätte noch einen passenden Vorschlag für die Liste: Kalle und Elsa aus dem Bohem Verlag, das erfüllt alle Anforderungen an feministische Kinderliteratur, die du oben aufgelistet hat (Rezension wird nächsten Missy Magazine veröffentlicht).

    1. Mama Notes Mama Notes sagt:

      ich danke Dir für deine Ergänzungen und die wichtige Kolonialismus-Kritik. Natürlich gibt es so viele Bücher, die auch noch auf die Liste gehörten, aber sie es ja eh schon lang für einen Blogbeitrag. :)

  2. Avatar Brickwall sagt:

    ja solche Büchlein braucht es wirklich. Nichts Schöneres als starke Mädchen und Frauen die zu sich und ihrer Weiblichkeit stehen. Meine erste „große Liebe“ war Pippi. Wenn die im Fernsehen lief, war ich weg und niemand durfte mich ansprechen….
    Auch Jungs mögen starke Mädchen….auf Augenhöhe sein und gleichwertig…nicht nur gleichberechtigt miteinander leben.
    Leider gibt es noch ne Menge zu tun….man sieht schon wie schwer die „Herren“ sich tun mal einen Rock oder ein Kleid zu tragen…nicht weil es unbequem ist….nein – sie fühlen sich dann „entmannt“ Mann sein ist vor allem Abgrenzung durch die Frau und immer noch erniedrigt man*n sich noch wenn der so was tut…..ja es gibt noch ne Menge Arbeit….wenigstens schieben immer mehr den Kinderwagen und wicklen…das würde höchste Zeit. ABer auch die Frauen müssen weg kommen von ihren Helden und Beschützern…..die welche das scheinbar können sind oft armselige Würstchen die ihren Frauen in der Männerrunde in den Rücken fallen.
    Aber wir hoffen….
    LG ein „Mann“ ;-)

  3. Avatar Katrin sagt:

    Liebe Sonja, vielen Dank für Deine Recherche und Empfehlungen! Ich musste grinsen, als ich die Altersempfehlungen für das Rebel Girls-Buch las, denn meine Tochter hat es in guter Absicht von ihrer Patentante zum 7. Geburtstag bekommen, und mein Mann und ich sahen schon beim ersten Blick da rein, dass sie noch viel zu jung dafür ist und viele Begriffe nicht kennt, zudem interessiert es sie noch nicht die Bohne. Die Kritik daran werde och noch lesen. Ich fand daran bei stichprobenhafter Lektüre den überdeutlichen pädagogischen Ton etwas störend, und der immer gleichen Beginn mit „Es war einmal“ gefiel mir auch nicht und passt m.E. nicht dazu, dass die Geschichten eben gerade nicht für kleine Kinder geeignet sind.
    Zum Thema Prinzessinenbuch würde ich „Prinzessin Isabella“ von Cornelia Funke erzählen. Meinen Töchtern und mir gefällt es schon seit langem, es gibt hier die von dir sonst vermisste klare Sprache, einen offenen Konflikt und eine schöne Auflösung, zudem in ansprechender, lebendiger Sprache. Wirklich gut!

  4. Avatar Anke sagt:

    Ich mag „Sieben Prinzessinnen und jede Menge Drachen“ sehr gerne. Jede der sieben Prinzessinnen begegnet einem oder mehreren Drachen und geht damit auf ihre Weise um – alleine und selbstbewusst. Und sie sind auch alle sehr unterschiedlich in ihrem Wesen, aber trotzdem miteinander befreundet.

  5. Avatar Alina sagt:

    Danke für die Übersicht.
    Ein tolles Buch, was ich als Kind schon gerne gelesen habe, ist “In einem tiefen, dunklen Wald…“ von Paul Maar. Witzig geschrieben und mit einer Powerprinzessin gespickt ;)

  6. Avatar Johanna sagt:

    „Salz im Haar“ von AVI habe ich vor Weihnachten mit meiner ältesten Tochter gelesen und es hat mich wahnsinnig beeindruckt. Das Buch ist schon alt, aber verdeutlicht so klar die Grenzen der Mädchen- und Frauenwelt, aber auch die zwischen den einfachen und feinen Herren im 19.jahrhundert. Wahnsinnig beeindruckend wird auch geschildert, wie die Heldin diese Grenzen durchbricht und von welchen inneren Konflikten dieser Prozess begleitet ist, welchen Preis man damals dafür zu zahlen hatte, für Freiheit… Einfach ein Hammer Buch und sehr schade, dass es bis jetzt nicht verfilmt wurde, obwohl es Pläne mit bekannten Akteuren wie Morgan Freeman u.a. dafür gab. So ein feministisches, aber auch sozial sensibles Buch! Und dann die ganze Segelschifffahrt, die Meuterei, die See – das macht einfach Spass :).

  7. Wow, danke für diese tolle Liste!

  8. Avatar Flinka007 sagt:

    Auch von mir ein ganz großes Danke für die Liste. Ich habe davon ein paar Bücher bestellt.

    Was meine Tochter liebt (und ich auch) sind die Geschichten der kleinen Dame von Stefanie Taschinski.
    Ich bin mir nicht sicher, ob sie jetzt so unbedingt dem Kriterium „feministische Kinderbuchliteratur“ entsprechen – aber sie zeichnen ein wunderbares Bild von starken Mädchen und von der zauberhaften Figur der kleinen Dame, die ja auch ein Mädchen/bzw. Frau ist. Diese ist nie um eine Idee verlegen, hat eine ganz wunderbare eigene Sprache und insgesamt regen diese Bücher sehr die Phantasie an.

    Ich finde sie gehören definitiv in deine Liste :-)

    1. Mama Notes Mama Notes sagt:

      Klingt toll, gucke ich mir gerne mal an. Danke! :)

  9. Avatar Nadine sagt:

    Oh danke für diesen tollen Beitrag, für meine anstehende Bachelor Arbeit ist das sehr hilfreich & nimmt mir einige Recherche Arbeit! Merci :)

  10. Avatar Christoph sagt:

    Hallo Sonja,

    danke für diese wunderbare Liste. Ich würde sie gerne noch um „Seeräubermoses“ und „Leinen los für Seeräubermoses“ von Kirsten Boie ergänzen. Seeräubermoses wird von Piraten im Sturm in einer Waschbalje aus dem Meer gefischt und getauft – und erst danach stellen die Männer fest, dass es sich um ein Mädchen handelt. Als sich gegen Ende des ersten Buches herausstellt, dass sie eine verschollene Prinzessin ist, prallen Seeräubermoses‘ Leben als Seeräuber und die Vorstellungen ihrer Mutter von prinzessinnenhaftem Leben und Verhalten heftig aufeinander – sehr amüsant, wie Frau Boie Geschlechterklischees auseinandernimmt!
    Das gilt übrigens auch für ihre Geschichten um Ritter Trenk. Der ist zwar ein Junge, aber seine beste Freundin, ohne die er kein Abenteuer heile überstanden hätte, ist eine Prinzessin, die sich ebenfalls überhaupt gar nicht prinzessinnenhaft verhalten möchte. Auch hier kommentiert Boie die Geschlechterklischees.
    Viele Grüße
    Christoph

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *