12 von 12 im Januar 2015: Mama-Tochter-Tag und #NoDügida!

Immer am 12. eines Monats zeige ich Euch 12 Fotos unseres Tages. Es ist ein Blogger-Foto-Projekt, dass „Draußen nur Kännchen“ jeden Monat ausruft. Eine schöne Idee, Euch von unserem chaotischen aber doch liebenswerten (finden wir) Alltag zu zeigen. Heute begann es mit einem Mama-Tochter-Tag und endete auf der #NoDügida-Demo! Aber von Anfang an:

Dieses 12 von 12 gilt eigentlich dem Regenbogenfisch, der mein Meerjungfrau-Kostüm am Sonntag aufs Schönste bereicherte. Heute war er große Attraktion bei den Kindern.

Frühstück mit dem Regenbogenfisch
Frühstück mit dem Regenbogenfisch

Vormittags hatten wir noch etwas Zeit und ich wollte eigentlich ein bisschen arbeiten. Der Deal war, sie hört ein Hörspiel, ich darf Mails checken. Der Plan hielt gefühlte 10 Minuten. Klappt leider nie ohne heftige Auseinandersetzungen. Die Große wird richtig bockig, wenn ich Zeit für mich (oder meine Arbeit) einfordere. Der Kleine kann das komischerweise richtig gut. Scheint ein Mentalitätsding zu sein. Hier auf den Fotos sieht es noch ganz nett aus:

Kaffee 2.0 am Arbeitsplatz
Kaffee 2.0 am Arbeitsplatz
Während ich schnell Mails checke, hört die Tochter ein Hörspiel an
Während ich schnell Mails checke, hört die Tochter ein Hörspiel an

Danach ging es zum Kinderzahnarzt, da die Tochter am Wochenende über Zahnschmerzen klagte. Glücklicherweise war es doch kein Karies, sondern die bleibenden Backenzähne, die drückten. Ich war sehr froh. Und die Tochter super entspannt, Prinzessin Lillifee zu gucken ist ihr sonst nicht so vergönnt!

Filmchen gucken beim Kinderzahnarzt - es gibt nichts besseres für ruhige Kinder!
Filmchen gucken beim Kinderzahnarzt – es gibt nichts besseres für ruhige Kinder!
Tolles Geschenk vom Kinderzahnarzt. Ein klebriges Schleimidings
Tolles Geschenk vom Kinderzahnarzt. Ein klebriges Schleimidings

Nach dem Mittagessen, das ich vergaß zu fotografieren (Schüttelpizza, von Tochter verschmäht), holten wir den Sohn von der Kita ab. Was tat er als erstes, als er zu Hause ankam: „Oooooh! Der Fiiiissss!“ Genau. Und erstmal schaukeln.

Das winzige Schaukelpferd war längst aussortiert, am Sonntagnachmittag wurde es mit dem Papa wieder entdeckt. Stehrümchen im Kinderzimmer, total doof. Heute aber immerhin genutzt.
Das winzige Schaukelpferd war längst aussortiert, am Sonntagnachmittag wurde es mit dem Papa wieder entdeckt. Stehrümchen im Kinderzimmer, total doof. Heute aber immerhin genutzt.
Kaffeepause im Chaos
Kaffeepause im Chaos. Ähem. – Nach dem Foto hab ich noch kurz den Tisch frei geräumt. Es entspannt sich dann besser. Den Nagellack hab ich dann lackiert: Bordeauxfarben und schick!

Dann wurde es Zeit zu gehen. Der Mann hat sich heute extra zwei Stunden eher Zeit genommen, um auch auf dem NoDügida-Demonstration mit uns gehen zu können. Das ist uns wichtig. Und ja, selbstverständlich haben wir die Kinder mitgenommen.

Denn, wir sind das Volk! Das wollten wir an dem Abend zeigen. Wir sind die Mitte der Gesellschaft. Und wir waren zahlreich: 5.500 NoDügida-Demonstranten im Vergleich zu 170 Rassisten. Die Veranstalterin der Dügida-Demo, früher in einschlägig nationalsozialistischen Aktionen involvierte und deren Namen ich hier nicht nenne, hat ihre Demo bis Ende April jeden Montag angemeldet. Wir werden ebenfalls öfters Montags auf die Straße gehen. Für Vielfalt und Menschenfreundlichkeit.

Auf der Nodügida-Demo mit den Kindern.
Auf der Nodügida-Demo mit den Kindern. Wir sind das Volk. Wir sind die Mitte der Gesellschaft!

Hier bekam der Regenbogenfisch seinen bisher wichtigsten Auftritt: Für Farbe, für Vielfalt, für das Leben und als Gruß meiner Kinder an die Stadt Düsseldorf: „Wir wollen alle teilen. Das muß man. Das ist wie bei St. Martin. Wenn jemand friert, gibt man seinen Mantel. Man muß auch was abgeben, sonst es kein Teilen. Manchmal einen Mantel, manchmal Geld, manchmal andere Sachen.“ O-Ton meiner Tochter. Das war die Quintessenz unseres Gesprächs, wie sie es mir heute nacherzählte. Es ist eine einfache Wahrheit, und eigentlich ist es auch so einfach.

Der Regenbogenfisch auf der NoDügida-Demo
Der Regenbogenfisch auf der NoDügida-Demo
Hier standen über 1000 Demonstranten, insgesamt waren es 5500 _ Nodügida
Hier standen über 1000 Demonstranten, insgesamt waren es 5500  #Nodügida

„Nazis raus!“ skandierten die Demonstranten, sowie „Haut ab!“ Die Nazis und Rassisten von Düsseldorf und Umgebung liefen da hinten, hinter die „Integration“Fahnen vorbei. Sie schwenkten ihre Deutschlandfahnen und waren anfangs nur zu 50. Später kamen noch Neonazis aus Dortmund am Hauptbahnhof an. Die Polizei hat sie anscheinend zu ihrer Demonstration gebracht, denn Spätabends spricht der WDR von 170 Dügida-Teilnehmern. Übrigens durften die Rassisten ihren Demonstrationszug gehen, wir viel zahlreicheren Nodügida-Teilnehmer durften nicht, obwohl wir ebenfalls eine angemeldete Demonstration waren. So lange ich keine Erklärung gefunden habe, warum das rechtens ist, ist das für mich ein Riesenskandal. Das hat mich wirklich wütend gemacht.

Nazis raus!
Nazis raus!

Vor dem Hauptbahnhof stand dieser Mann auf einem Tisch. Wir mußten dann leider schon gehen, die Kinder waren nach einer Stunde herumstehen und „Nazis raus!“-Rufen müde. Die umstehenden Demonstranten versprachen, für uns weiterzumachen und zu rufen. Danke ;)

Nach einem weiteren Abendbrot und einer Menge Aufregung nach der Demo, gingen die Kinder auch ins Bett. Der Regenbogenfisch schläft im Kinderzimmer an der Decke.

 

 

Weitere 12 von 12 im Januar gibt es wie immer bei „Draußen nur Kännchen“.

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