Düsseldorf

„Deutschland muss sich entscheiden, ob es auf dem rechten Auge blind bleiben will“

Gülsen Celebi - Mama notes
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Comments (4)
  1. Berit sagt:

    Naja. Bevor man schlau über „den Osten “ spricht, sollte man sich erstmal seiner Informationen sicher sein. So gab es in Leipzig bei JEDER legida Demo immer mehr Gegendemonstranten als Legidaanhänger, und zahlreiche Projekte zur dezentralen Aufnahme von Flüchtlingen unter anderen auch in Wgs.

    Den Solibeitrag zahlen wir in Ostdeutschland auch und die Masse der DDR Bürger ist sicher nicht in die BRD ausgewandert… ganz abgesehen davon, dass man als Ostdeutscher im Westen teilweise heute noch dumm gemacht wird.

  2. Danke für dieses sehr interessante Interview. Dass Berit etwas verschnupft reagiert, kann ich aber teilweise nachvollziehen. Frau Çelebi spricht vom Brückenbauen (was mich übrigens positiv an Johannes Rau erinnert hat) und gibt dann gewissermaßen eine Breitseite auf Ostdeutsche ab. Das sollten wir nicht tun.

    Ich bin überzeugt davon, dass es im Osten viele Menschen gibt, die ebenso entsetzt über das Verhalten mancher Mitbürgerinnen und Mitbürger sind, wie überall.

    Frau Çelebi macht was gegen diesen Wahnsinn. Viele tun das bisher noch nicht. Insofern ist sie zweifellos ein echtes Vorbild.

    1. Mama notes sagt:

      Dankeschön für diese Antwort. Dass und wie viele tolle Menschen im Osten entsetzt über die Nazis sind, zeigen die Demos, Willkommensfeste und Bloggeraktionen. Gülşen Çelebi bezog sich mit ihrer Kritik auf die Nazis im Osten, die jetzt offenbar vergessen haben, dass sie, ihre Eltern, Familie und Nachbarn selber zu einem Großteil Flüchtlinge waren.

      1. Berit sagt:

        Das kommt für mich absolut nicht so rüber: Ich wünsche mir heute, dass die Menschen im Osten den Mut fassen, auf die Straße und auf ihre Balkone zu gehen.

        Weiter unten bringt sie noch einen dünnen Zusammenhang zwischen der rechten Szene, die angebliche Masse an damaligen Wirtschaftsflüchtlingen und dem Solibeitrag. Ehrlich jetzt?

        Für mich erscheint es so als ob sie den Osten nur aus der BILD Zeitung kennt und sich dementsprechend ihre Meinung gebildet hat. Von einer Akademikerin erwarte ich hier einfach eine differenzierte Aussage, grade als Juristin sollte man zu dazu im Stande sein. Sie negiert doch vollkommen, dass es hier auch Gegenproteste gibt. NATÜRLICH wird über diese kaum berichtet, es ist einfach viel einfacher die Kamera über den braunen Mob zu schwenken und ein paar Klischees zu bedienen -.- Das macht das ganze trotzdem nicht zu einen vollständigem Bild.

        Ich möchte auch nochmal betonen, dass ich mir sehr bewusst bin, dass es eine rechte Szene gibt und ich diese in keinem Fall klein reden oder negieren möchte. Die gibt es nur leider auch überall, und nicht nur im Osten. Wer die CSU in Bayern wählt, setzt in Sachsen sein Kreuzchen bei der AfD …

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