Erziehung & Beziehung

Selbstbestimmtes Einschlafen oder nicht – wie das Abends mit unseren Kindern so läuft

Hüpfen auf dem Elternbett
Comments (9)
  1. berit sagt:

    Ein schöner, reflektierter Artikel. Ich sag nur: If it works, it works!

    Bei uns ist das mit dem Nochmal-Aufdrehen ähnlich, wenn sie müde ist. Dann will man unbedingt nochmal puzzlen und alle Bücher rausholen etc pp. Eigentlich auch alles kein Problem, aber wenn ich merke wie die Augen langsam immer kleiner und das Kindelein immer überdrehter wird, sag ich dann auch nur noch „Nein, jetzt gibt es kein Puzzle, jetzt wrd nur noch ins Bett gepuzzlet.“ Aber gut, wir haben auch nur ein Kind und die wird erst 2 im November :D

  2. Judith sagt:

    10 Minuten brauchen zum einschlafen, das ist wirklich mal gediegen! Bei uns siehts zur Zeit so aus (und ich gebe zu, so langsam werd ich bekloppt, vor allem, wenn ich abends alleine bin): so gegen halb acht mache ich den Kleinen (fast 2) bettfertig und bringe ihn mit Geschichte und Singen ins Bett. Wir haben ein großes Bett für beide Kinder zusammen, eine Art Famllienbett im Kinderzimmer. Ich bleibe so lange bei ihm liegen, bis er eingeschlafen ist, da er sonst immer wieder herauskommen würde. Bis vor kurzem hat das toll geklappt. Da war er innerhalb einer viertel Stunde im Land der Träume und ich hatte danach Zeit für den Großen (fast 5).
    Neuerdings braucht der Kleine aber oft über eine Stunde, also mindestens bis halb 9. Der Große spielt solange in der Wohnung vor sich hin und kommt ab und zu nachschauen, ob denn der Kleine schon eingeschlafen ist… Der kleine wird dann immer wieder munter und ich so innerlich ARGH. Wenn der Kleine endlisch schläft, lese ich mit dem Großen noch ein Buch, kuscheln, bettfertig machen, ins Bett bringen und rausgehen. Da ist es dann so 9 Uhr. Obwohl es schon so spät ist, braucht der Große auch eeeewig, um einzuschlafen. Ich weiß wie schrecklich es ist, nicht einschlafen zu können, und weil mich das jammern, rauskommen und wieder ins Bett zurückbugsieren irgendwann nervt, bin ich dazu übergegangen, ihn an solchen Tagen, wo ich allein bin, einfach bei mir im Wohnzimmer zu lassen mit der Option, dass er mich in Ruhe meine Sachen machen lässt, bis er müde ist, von selber ins Bett trapst (kommt prakisch nie vor) oder auf der Couch einschläft. Das ist dann so gegen 10, halb 11. Uff.

    IIch denke, Du machst das genau richtig, wenn es bei euch so gut klappt – bei uns funktioniert das mit dem „liebevollen forcieren des Einschlaffensters“ nicht wirklich. Ich habe schon den von Erziehern und anderen Eltern bestimmt gut gemeinten Tipp verfolgt und früher angefangen, die beiden ins Bett zu bringen, aber sie schlafen dadurch nicht früher ein, und das ganze Zubettgehgedöns frisst NOCH mehr Zeit. Es ist einfach wie verhext, ich habe wohl zwei Eulen bekommen.
    Der Große mach in der Kita halt auch immer noch seinen Mittagsschlaf, wahrscheinlich ist das auch ein Grund für sein eher geringes Schlafbedürfnis…

    Zusammen ins Bett bringen funktioniert übrigens auch (noch) nicht, das ist für die eine Einladung zum gegenseitig wachhalten, aufstacheln, auf dem Bett hopsen, Kissen und Bücher und Kuscheltiere umherschmeißen. Und ich lieg dazwischen und singe Schlaflieder ;-)

  3. maike sagt:

    Genauso haben wir es auch, Zwischen 19/19:30 Uhr gehen wir hoch, Zähne putzen umziehen und dann wird im Elternbett gekuschelt und gelesen, kurz geredet. Falls es bis dahin streit oder ähnliches gibt dann geht die Zeit zum lesen ab, wer nicht möchte muss also auch nicht. ;-)
    Die große mit 8 Jahren liest nach dem Kuscheln noch selber was in ihrem Bett und schläft dann nach 10 Minuten ein. Die kleine 6 Jahre, ist leider nicht so, sie darf im Zimmer spielen und leise eine CD hören. Spätestens um 21:30 Uhr gehe ich hoch und sage sie soll jetzt doch bitte ins Bett gehen, denn um 6:30 Uhr ist wieder Tag für uns!

  4. Mi sagt:

    Vielen Dank für den wunderbaren undogmatischen Text zum Einschlafen! Die ganzen AP/Unerzogen Berichte setzen sicher viele Eltern unter Druck. Denn zwischen dem, was in der Theorie so logisch und erstrebenswert klingt und der Realität liegen Welten. Deine Hammerweisheit, dass jedes Kind anders schläft, ist einfach wahr. Und auch, dass jede Familie anders „schläft “ und andere Bedürfnisse hat.

  5. Doreen sagt:

    Das Ganze hört sich so an, als ob es bei uns wäre :o) Bei uns ist der Ablauf ganz ähnlich. Um ca. 18:30 gibt es Abendbrot, danach kann unsere Tochter noch den Sandmann schauen und um 19:30 geht es dann ins Bett. Sie bekommt dann noch etwas vorgelesen. Wenn es mal nicht so läuft und sie ungezogen ist, dann gibt es als Konsequenz auch schon mal, dass keine Geschichte vorgelesen wird. Das findet sie dann gar nicht toll. Aber wir sagen es ihr auch vorher, was dann passiert und wenn sie dann immer noch weiter frech ist und nicht hört, dann gibt es halt die Konsequenz. Aber das passiert zum Glück eher selten.

    Ich finde solche fixen Zeiten auch sehr sinnvoll. Als Eltern will man ja auch irgendwann mal ein wenig Zeit für sich haben. Bei uns ist das die Elternzeit, in der wir selber runter und zur Ruhe kommen. Aber das klappt auch so sehr gut. Und gegen 20 Uhr ist unsere Tochter auch sehr müde und will dann auch schlafen!

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