Erziehung & Beziehung

Medienerziehung – Mediennutzung und meine Kleinkinder

Medienerziehung und Medienkompetenz bei Kindern
Comments (5)
  1. cordula sagt:

    Puuh das Thema ist echt nicht einfach…Für meinen Geschmack sind es heute generell zu viele Medien! Bei uns gibt es in eigentlich keine Regel. Kein Einhalten von Zeiten oder ähnliches. Geschaut wird natürlich nur was von uns abgesegnet ist ;) Aber ob jetzt 30 Min. (mal länger mal überhaupt gar nicht) das finde ich gar nicht soo entscheidend. Ich setze da wirklich alles auf die „Vorleben-Karte“…kicher…mein Mann und ich gucken nämlich überhaupt kein TV tagsüber…und ich vermeide auch permanent mein Handy in der Hand zu haben weil ich es nicht muss ;) Er wird jetzt 6 und liebt Technik und alles was damit zu tun hat seit dem er denken kann…das macht es natürlich nicht einfacher. Aber ich denke wir haben da ein ganz gutes Mittelmaß.

  2. Hm, da bin ich wohl ein eher schlechtes Beispiel. Da ich mich selbst als Freak bezeichne was moderne Medien angeht, geht das natürlich auch an meinen Kindern nicht spurlos vorrüber. Die Große (4,5) ist damals in ihrer „schwierigen Phase“ immer sehr gut eingeschlafen, wenn ich ihr das „Fahrradvideo (Danny McAskill – Way back home)“ mit der tollen Musik gezeigt habe. Also hat sich das irgendwann eingebürgert.
    Mittlerweile gibt es abends eine Folge nach Wahl (Bibi Blocksberg, Prinzessin Sohia, Jack und die Nimmerland Piraten…) und an einem Tag des Wochenendes gibts in Papas Zimmer auch schonmal „Kino“, derzeit meistens Die Eiskönigin oder Tinkerbell und die Piratenfee. Ab und an gibts im Bett noch 3 Clips von der Maus auf dem Smartphone … :)

    Ich selbst bin aber auch komplett mit Computern und Fernsehern aufgewachsen, meine Frau eher nicht. Unsere Kinder haben wohl so in etwa den Mittelweg gefunden ;)

  3. Nina sagt:

    ich bin auch ein Kind der 70. und für mich war Fernsehen verboten (und deshalb besonders spannend …), als ich mit 18 (!!!) meiner ersten Fernseher bekam, habe ich Tag und Nacht geguckt … auch heute noch gucke ich leidenschaftlich gerne und viel (wenn die Kinder im Bett sind).

    Meine Kinder sind fast 6 und fast 2 und dürfen auch nur sehr eingeschränkt fernsehen, nämlich nur am Samstag und Sonntag, jeweils morgens für ca. 1 Std … der Kleine guckt nebenbei zwangsläufig mit ( die Zweiten haben es da wirklich besser … die Grosse durften in dem Alter noch nix sehen) –
    bei meiner Tochter habe ich festgestellt, das ihr zuviel TV gar nicht bekommt, deswegen gibt es das unter der Woche (für die Kinder) gar nicht. Das klappt auch sehr gut und danach gefragt wird auch nicht.

    Eine andere Sache ist das Thema iPad – hier hat unser Kleiner eine grosse Liebe entwickelt, sobald er es in die Finger bekommt (und er findet das Ding wirklich an jedem noch so gut versteckten Ort), guckt er Fotos, macht sich Musik oder auch Conni Hörspiele an – wie gesagt, er ist noch keine zwei Jahre alt.
    Vor kurzem stand er vor einem Bilderrahmen und versuchte verzweifelt mit einer perfekten Wisch- Bewegung das nächste Foto anzugucken :-)

    … wenn er unbeobachtet ist, schnappt er sich auch direkt mein iPhone oder das vom Papa, das würde unsere Grosse nie machen – es interessiert sie einfach nicht.

    Im Grossen und Ganzen denke ich, das wir das hier gut im Griff haben … die komplette Verteufelung des Ganzen, wie es meine Eltern praktiziert haben, geht oft nach hinten los …

  4. Ulrike Behl sagt:

    Ich bin da ein wenig zwiegespalten und handle mal nach dem Motto „Weniger ist mehr“ und mal nach der Devise „Je mehr, desto besser“.

    Wie das?

    Nun, bei Filmchen aller Art darf es gern weniger sein. Ob sie nun in der Flimmerkiste laufen oder anderswo. Und Spiele prüfe ich vorab selbst, ehe unser Nachwuchs (7 J.) ran darf.

    Bei Büchern, Zeitungen und Zeitschriften dagegen darf’s gern mehr sein. (Manchmal gerät in Vergessenheit, dass es nicht nur auditive (z.B. Radio) und audio-visuelle Medien (z.B. TV) gibt, sondern eben auch rein visuelle.)

    Ich bilde mir gern ein, dass die Informationsaufnahme bei selbst Gelesenem irgendwie wirkungsvoller und nachhaltiger ist, als bei passiv Angeschautem. Blödsinn? Vielleicht…

    (Übrigens… Da ist ein Punkt zwischen „passiv angeschautem“ und „Blödsinn“: Aber auch ohne Punkt wäre der Satz vielfach zutreffend.)

    Und ich denke auch, der Vorbildcharakter macht’s: Ob man nun ein gedrucktes Buch in die Hand nimmt, um zu lesen oder doch eher zum elektronischen Pendant greift, finde ich Geschmackssache. Wichtig ist (mir), dass mein Nachwuchs die Liebe zum Lesen entdeckt. Sich neue Welten erschließen lernt. Sich entspannen und anregen lassen kann. Sich mit den absurdesten Nebensächlichkeiten und auch den todernsten Dingen des Lebens auseinandersetzt. Durch Medien. Am liebsten gedruckte.

    P.S.: Findet Ihr in den 70ern Großgewordenen denn übrigens auch, dass es schwieriger ist, den TV-Konsum zu zügeln als damals? Als es keinen separaten „Wir-senden-bis-die-Kids-ins-TV-Koma-fallen-Kanal“ gab? Als es an normalen Tagen außer Sandmännchen und (heimlich geschauter, weil als West-TV verbotener!) Sesamstraße einfach nix gab?

  5. Wir sind zwie ITler die mit Rechner und Telefon verwachsen sind.
    Bilder auf dem iPhone gucken ja – Fernsehen für exkat drei Minuten zum Nägel schneiden und Skype für 5-10 Minuten.
    Das war’s natürlich, und das bleibt so.
    Dafür kann sich das Kind mit Büchern totschlagen und er liebt sie; das ist nämlich auch unsere andere Seite, wir sind Leseratten.

    Die heutige Mediennutzung will ich nicht verteufeln, sondern abwarten bis man dem Kind erklären kann was das eigentlich ist – Server, Strom und Inhalte von fremden Leuten, die man überprüfen muss. Das wird man dann sehen….

    Fernsehen sehe ich da nicht so kritisch, das ist ja einfach Knopf an und aus-allerdings nix für kleine Kinder wegen der Bildfrequenz. Da kann man für zehn Minuten was schauen und fertig.

    Aber alles was irgendiwe mit Computer zu tun hat ist ja mehr, weil man nicht nur Rezipient verbleibt und weil es da mehrere Funktionen gibt.

    Aber ansonsten – ja:-) so wie du es machst ist das gut! Und keine Regel ohne Ausnahme – habe ich dem zuckerfreien Kind neulich selbst Kekse gegeben. Weil ich wollte. Weil es schön war zu naschen.

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