Erziehung & Beziehung

Einschulung: Meine Vorbehalte gegen das Schulsystem (Blogparade!)

Comments (84)
  1. emmaundlukas sagt:

    Hallo,
    mein Sohn geht nun seit wenigen Wochen in die 3. Klasse. Ich kann deine Bedenken nur allzu gut verstehen. Ich werde meine Gedanken dazu noch etwas ordnen und werde dann einen Beitrag darüber schreiben.
    Liebe Grüße, Heike

    1. Mama notes sagt:

      Danke! Ich freue mich darauf!

  2. Denise Bella sagt:

    Ich habe 4 Kinder, davon 3 in der Schule. Nr.1 im Gymnasium (Er wollte hin) und Nr 2 und 3 auf einer kleinen katholischen Grundschule. Auf der gleichen Grundschule war auch der Große, allerdings auf Umwegen. Auch ich wollte keine Strenge, keinen Frontalunterricht…und hab ihn in eine montesorigeprägte Grundschule geschickt. Naja, da ging viel schief und nach anderthalb Jahren habe ich die Notbremse gezogen, weil die Lehrer unfähig waren zu sehen, dass mein Kind Montag morgens alle Wochenplanarbeiten in 30 Minuten hinklierte und sich dann langweilte. Er hatte Angst vor Mathe, weil Fragen als Dummheit abgetan wurden – vor versammelter Mannschaft. Dafür kam er mit gebrochenem Nasenbein und einem Gesicht voller Kratzer nach Hause (Hatte keiner gesehen..) Der Große war begeistert vom Frontalunterricht der neuen Grundschule. Der Lehrer hatte eine Engelsgeduld und am Ende der 3ten Klasse traute er sich dann zu fragen – Ich sag: rede mit Eltern, besonders Eltern die Viertklässler haben. Frag die Kinder. Guck Dir die Klassen an und fühle die Athmosphäre. Und falls es nicht passt – heute darf man wechseln! Übrigens sagt er, dass ihm der Unterricht im Gymnasium noch besser gefällt.

    1. Mama notes sagt:

      Vielen Dank. Ist natürlich so, dass auch alternative Schulen kein Allheilmittel sind. Spannender Erfahrungsbericht!

  3. Hallo Sonja,
    bitte noch ein bisschen um Geduld, ich hatte es ja auf Twitter angekündigt, ich habe einen Artikel über Waldorfschule in Arbeit, da meine Tochter jetzt die erste Klasse einer Waldorfschule besucht.
    Ich werde das auf fischundfleisch.com bloggen und in die Blogparade eintragen.
    Schon mal vorab, nein, vom Regelschulwesen halte ich nicht sonderlich viel, vom ständigen Konkurrenzgedanken und vom Ausleseprinzip. Ich halte es für wenig solidarisch. Die Staatsschulen halte ich außerdem. für ökononmisch durchgetaktet und ob das den Kindern so gut tut, ist erst mal nicht so wichtig.
    Waldorfpädagogik sehe da als ein Gegenmodell.
    Viele Grüße

    1. Mama notes sagt:

      Danke, ich freue mich drauf!

  4. Wenn ich lese, dass sich jemand Gedanken über die Schule macht, in die er sein Kind stecken will, weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Per Gesetz hat man die Wahl. Per Realität kann man von Glück reden, wenn man einen Platz an der Wunschschule bekommt und das auch noch mit den Arbeitszeiten koordinieren kann.
    Abgesehen davon: Wir haben zwei Grundschulen hier im Ort. Eine wurde gerade modernisiert, hat einen Schulzoo mit entsprechendem Nachmittagsangebot und macht natürlich einen weltoffenen Eindruck. Meine Kinder sind nun beide auf der anderen Grundschule, weil wir nicht im Einzugsgebiet dieser Tipptoppschule leben. Aber ich hätte mit ihnen ja dorthin ziehen können. Ob meine Tochter mit ihrem nicht enden wollenden Trennungsschmerz (Trennung vom Papa ist sechs Jahre her, aber jeder Satz von ihm wiegt Tonnen auf der kleinen Seele) dort besser aufgehoben wäre? Wir haben mit ihrer Klassenlehrerin einen unbeschreiblichen Glücksgriff erlebt, da sie selbst bei schlechten Zensuren Verständnis zeigt und kurze unkomplizierte Kommunikation möglich macht. Dafür nehme ich weniger Grün auf dem Schulhof und weniger neue Klassenräume gern in Kauf.
    Was den Leistungsdruck angeht: Meine Tochter freut sich auch in der dritten Klasse über jede 1 ihrer Freunde. Den Vergleich mit ihrer 4 macht sie nicht, weiß aber, dass wir dann mehr üben werden. Wenn es nach mir geht, schafft sie den Sprung aufs Gymnasium, da ich sie beim besten Willen nicht in der örtlichen und alternativlosen Oberschule sehen will. Zu hart ist dort das Pflaster, bezogen auf die Mitschüler. Dann wäre wohl doch eher ein Umzug angebracht. Aber wohin, wenn alle Schulen voll sind.

  5. Sylvie sagt:

    Hallo, über Schulerfahrungen mit den Kindern kann ich noch nicht berichten, vielleicht aber einen interessanten Hinweis auf eine Initiative liefern, die sich zum Ziel gemacht hat, die Schule neu zu denken und an heutige Kinder / Verhältnisse anzupassen, und zwar die Initiative „Schule im Aufbruch“: http://www.schule-im-aufbruch.de
    Vielleicht für dich von Interesse?

  6. Bettina sagt:

    Liebe Sonja,
    ich verstehe Deine Besorgnis. Die Schule prägt unsere Kinder so lange!

    Wir wohnen in Rheinland-Pfalz, da ist das Schulsystem ja etwas anders als in Nordrhein-Westfalen, außerdem gibt es hier nur eine Grundschule am Ort – das grenzt die Möglichkeiten natürlich stark ein.

    Einige Dinge sind aber vielleicht doch „allgemeingültig“:
    1. Die Kinder machen im letzten Kindergartenjahr noch einen riesigen Entwicklungsschub. Sie werden tatsächlich groß! Das fand ich ganz unglaublich und fiel jetzt bei der Einschulung unseres jüngeren Sohnes letzte Woche sogar Außenstehenden auf, die ihn 6 Wochen nicht gesehen hatten. Das erleichtert der Mutter die Einschulung doch beträchtlich! :)

    2. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die eigene Bereitschaft, an der Schulgemeinschaft mitzuwirken, viel ausmacht.
    Unsere Vorschulkinder waren schon im letzten Kindergartenjahr oft in der Schule, sie waren zu Veranstaltungen eingeladen und konnten die Schule schon kennenlernen. Das hilft den Kindern UND den Eltern, sich zurecht zu finden und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es dort läuft. Es ist also schon mal ein gutes Zeichen, wenn die Schule den Eltern signalisiert, dass ihre Beteiligung gewünscht ist und Schulleitung und Kollegium ansprechbar sind und auch angesprochen werden wollen!
    Und zwar nicht nur, wenn’s ums Kuchenbacken geht, sondern auch bei der Beteiligung im Schulelternbeirat und im Förderverein. In Rheinland-Pfalz hat der Schulelternbeirat nun z.B. in der Gesamtkonferenz nicht nur ein Teilnahmerecht, sondern sogar ein Stimmrecht – da kann man tatsächlich etwas bewegen.

    3. Selbstredend: Infos und Netzwerke sind wichtig! Also: Umhören, wie es an den Schulen läuft, Internetauftritt von Schulen und Fördervereinen anschauen und beim Schulfest einfach mal hingehen und hinschauen. Ich glaube, da bekommt man schon einen ganz guten Eindruck.
    (Die weiterführende Schule haben wir mit dem großen Sohn gemeinsam tatsächlich nach Bauchgefühl ausgesucht. Ich hätte ihn nicht unbedingt auf ein altsprachliches Gymnasium geschickt, aber auch jetzt in der 10. Klasse läuft es immer noch super).

    Das ganze Thema ist echt schwer und dann soll man den Kindern auch noch Zuversicht und Ermutigung vermitteln, die man selbst unter Umständen gar nicht verspürt…

    Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen für die anstehenden Entscheidungen!
    Liebe Grüße!

  7. Landfamilie sagt:

    Liebe Sonja, ich gehe heute Abend zum ersten Elternabend der Schule, in die meine Tochter (noch 5) ab nächste Woche geht. Ich war einmal für 10 Minuten in dieser Schule zur Anmeldung. Die Klassenlehrerin habe ich einmal auf dem Pausenhof für 5 Sekunden gesehen. Sie ist noch neuer am Ort als wir. Also ich kann sagen: ich bin gespannt! Zweifel am Schulsystem als solches habe ich keine. Ich fand als Schüler viele andere Schüler und auch manche Lehrer doof. Bis heute kann ich dahinter allerdings keinen System-fail entdecken… Daher bin ich auf die Blogparade gespannt, die ich nur lesend begleiten werde. Alles Gute!

  8. Chris sagt:

    Mal schauen, ob wir dazu kommen einen Beitrag zur Blogparade zu schreiben, aber kurz gesagt ist für uns persönlich die einzige Alternative das Freilernen. In Deutschland ja recht unpopulär weil rechtlich gar nicht möglich. Aber es gibt ja noch andere schöne Flecken auf der Erde:)

    1. Mama notes sagt:

      Soweit ich weiß, ist das in Deutschland wegen der Schulpflicht verboten. Im WDR gab es vor einigen Tagen erst einen Beitrag dazu. In Frankreich hingegen ist es wohl erlaubt.

      1. Chris sagt:

        Genau, in Deutschland ginge ja noch nicht mal Homeschooling. Man muss also entweder bereit sein mit vielen Ämtern zu streiten (und ggf. zu verlieren) oder den Wohnort verlegen.

        An dem Beitrag im WDR fand ich interessant, dass alle vorgestellten Familien lieber in Deutschland geblieben wären. Zum Glück haben bzw. hatten wir schon unabhängig vom Thema Freilernen den Wunsch auszuwandern, wir schlagen damit quasi zwei Fliegen mit einer Klappe!:)

        1. Eva sagt:

          Ich bin neugierig geworden und hab ein bisschen in eurem Blog gestöbert. Euch scheint es ja nach Thailand zu ziehen, und auch dort gibt es ja eine neunjährige Schulpflicht. Wie werdet ihr damit umgehen?

          Ich selbst habe zwei Kinder in Sonjas Alter und versuche locker zu bleiben und sozusagen Vertrauen ins System zu haben. Keine leichte Übung, erinnere ich mich doch selbst nicht gern an meine eigene Schulzeit! Wie bei Sonja brachte bei mir erst die Uni die Freude am Lernen zurück. Ich finde es aber wichtig, meine Skepsis und schlechten Erfahrungen nicht an meine Kinder weiterzugeben. Schwieriges Thema, und ich bin gespannt auf alle anderen Beiträge dazu.

  9. Da der Inlinkz-Button gerade verschwunden ist, teile ich mal hier den Link zu meinem Beitrag zur Blogparade. Vielen Dank, ist ein Thema, das mich sehr beschäftigt.

    http://fruehlingskindermama.blogspot.de/2015/09/meine-gedanken-zur-schule-blogparade.html

    Liebe Grüße!

  10. Andrea sagt:

    Ist doch nur gut, dass es die Schulpflicht gibt. In anderen Teilen der Welt wäre man im Himmel, wenn es ein Schulsystem wie hier gäbe.
    Ich finde es schade, dass man an unseren Systemen, sei es Schul- oder Gesundheitssystem oder Verwaltung immer nur herumkritisiert.

    1. Sabrina sagt:

      Dass es Schule gibt? Ja, das ist wunderbar. Das es mehr oder weniger kostenfrei und mehr oder weniger für alle verfügbar ist? auch großartig! Absolut!

      Aber eine SchulPFLICHT gibt es in nur ganz wenigen anderen Ländern. Eine BILDUNGSpflicht dagegen ist etwas, dass sehr erfolgreich zu sein scheint. Und wesentlich verbreiteter.

  11. Uta sagt:

    Hier ein Bericht über die ganz andere Einschulung meiner 4(!)-Jährigen in London. Die Briten fangen früh an, schneiden am Ende aber auch nicht besser ab als Länder, in denen nicht schon die 4-Jährigen anfangen zu lesen…

    Meine Tochter ist nach nur 6 (langen) Schultagen jedenfalls schon ganz schön geschlaucht und unsere Morgenroutine alles andere als schön (weil sie müde ist und nicht weil sie nicht in die Schule will – die Schule macht ihr nämlich viel Spaß).

    http://www.berlondon-mama.de/einschulung-in-london/

    Liebe Grüße aus London,
    Uta

  12. Ich bin mehr als entsetzt! Spinnen die nur noch da auf der Insel?
    4jährige Kinder sind nicht schulreif ! Das kann mir keiner erzählen.

    1. Uta sagt:

      Hi Dirk, ich habe gerade noch mal in einer Antwort auf Mama notes Kommentar das Jahresziel für die Reception Class Kinder hinterhergeschoben. Und ja: Die Briten verlangen definitiv deutlich mehr von diesen kleinen Kindern! Mindestens ein Jahr früher – wenn nicht sogar zwei (ich kenne den deutschen Lehrplan für die erste Klasse nicht – zumal es da wahrscheinlich auch Bundesweite Unterschiede gibt). Aber so wie ich das Jahr vor Schulbeginn mitbekomme, ist das ja Kindergarten mit einzelnen „Vorschulstunden“ zumindest im berliner Kindergarten meines Neffen.

  13. Taugewas sagt:

    Ich finde Deinen Artikel so klasse. So ehrlich. In meinem Blog habe ich auch darüber geschrieben. Liebe Grüße!

    https://ausdemlebeneinestaugewas.wordpress.com/

  14. Sabrina sagt:

    „Das System hat…“

    Ohhh… das hat mich vor Ewigkeiten mal gefuchst, dieses Pflichtsystem, in dem wir mit Kindern automatisch landen. Weil Kinder halt keine Privatsache sind, auch wenn das immer alle gern fordern und behaupten… (http://www.vereinbarkeitsblog.de/kinder-sind-keine-privatsache/)

    Die Einschulung ist bei uns gerade 2 Tage her, noch ist alles ganz frisch. Ich sortiere mal und verfass da auch was dazu.

    LG
    Sabrina vom Vereinbarkeitsblog

    1. Sabrina sagt:

      Und dann hätte ich jetzt hier auch einen fertigen Artikel dazu: http://www.vereinbarkeitsblog.de/die-einschulung-gedanken-dazu/

  15. Rubbelmama sagt:

    Liebe Sonja,

    ich würde dir eine Montessori-Schule für deine Kleine ans Herz legen:

    http://rubbelbatz.de/einschulung-lieber-montessori/

    Liebe Grüße,
    Hanna

  16. Liebe Sonja,
    mein Blogpost zum Thema Waldorfschule ist fertig.
    Du findest ihn hier:

    https://www.fischundfleisch.com/blogs/kinder-familie/meine-tochter-geht-zur-waldorfschule-na-und-ein-beitrag-zur-blogparade-einschulung.html

    Reihst Du mich in die Blogparade ein? Danke!
    Viele Grüße

  17. Hallo Sonja,

    diesen Satz „Dann hat das System ihr Kind“ kennen wir von dem Elternabend vor der Einschulung unserer Zwillinge auch. Das ewige Vergleichen, Bewerten und Einordnen, stößt mir mittlerweile immer mehr auf. Sie sind diese Woche in die zweite Klasse gekommen. Es gab eine neue Klassenlehrerin, da sich schulleitungstechnisch etwas anderes verschob. Ich schaue, dass ich da mal ein wenig zusammenbekomme.

  18. Nadine sagt:

    Hallo,als erstes muss ich gestehen das ich mir hier nicht alles durchgelesen habe allerdings muss ich jetzt einfach meine Erfahrungen zur Regelschule schreiben.Mein Sohn(7)ist letztes Jahr eingeschult worden.Am Anfang hatte er Spaß daran zu lernen und neue Kinder kennenzulernen doch bald schon gab es die ersten Probleme die ihn wirklich sehr belasteten.Laut Lehrerin würde mein Sohn ständig rum laufen,lieber andere Dinge tun als das was er machen sollte und regelrecht ausflippen wenn ihm etwas nicht passt.Zugegeben mein Sohn ist sehr willensstark und weiß genau was er will oder eben auch nicht.Auf jeden Fall haben die Lehrerin und ich uns darauf geeinigt das ich mir die Situation mal anschaue.Also ging ich mit in die Schule und setzte mich hinten in die Klasse und beobachtete.Es geschah die ersten Tage nichts außergewöhnliches und ich fing mich an zu fragen wo das Problem sei.Dann kamen wir nach ein paar Tagen an dem Punkt wo sich die Probleme die von der Lehrerin beschrieben wurden auf kamen.Brandon hatte auf einmal keine Lust mehr Matheaufgaben in der Schule zu lösen,er wollte lieber kneten oder malen.Er lief auch mal zu anderen Kindern und sah nach was sie so machten.Auf Maßregelungen reagierte er frustriert.Im Deutschunterricht sah er es überhaupt nicht ein so viele Arbeitsblätter zu bearbeiten wie er hätte schaffen können.Zuhause erledigte Brandon seine Hausaufgaben allerdings weiterhin zügig und ohne mehr als andere Kinder das ein oder andere mal zu nörgeln.Also wo lag das Problem in der Schule??Die Lehrerinen waren und Kinder der Klasse waren nett und etwas neues lernen macht Brandon eigentlich Spaß… Nach einiger Zeit fiel mir dann auf das im Deutschunterricht ein neuer Buchstabe dran war mein Sohn mit Begeisterung bei der Sache war doch nach einiger Zeit hatte er dann keine Lust mehr und verhielt sich teilweise so wie die Lehrerin es beschrieben hatte…ich sprach mit Brandon über meine Beobachtung und er sagte mir ganz klar:“Mama ich habe keine Lust so oft immer einen Buchstaben zu üben. Ich kann den ja schon.“(Ein Buchstabe=5Tage üben)Als er mir das sagte könnte ich es nachvollziehen und sprach mit der Lehrerin ab das wenn Brandon einen Buchstaben schreiben kann er dann schon mal mit einem neuen anfangen sollt.Gute Idee war die Meinung der Lehrerin.Leider kam es nicht dazu das wenn gemerkt würde das Brandon keine Lust mehr hatte einen anderen Buchstaben bekam…Auf mein Nachfragen warum man das nicht so macht wie abgesprochen hieß es nur das geht so nicht.Fand ich sehr schade da viele Probleme sich so denke ich gelöst hätten. Es gab noch einige Vorfälle die ich beobachten konnte(nicht nur bei meinem Kind)wo ich im Endeffekt zu der Überzeugung gekommen bin das gerade durch den Druck an einer Regelschule die Kinder sehr eingeengt in ihrer Persönlichkeit werden und die Lehrer und Lehrerinen den Kindern nicht richtig zuhören was ich sehr schade finde.Brandon geht demnächst auf eine Waldorfschule, wobei ich eine Montesorie Schule bevorzugt hätte. Durch Gespräche bin ich der überzeugend das es genau das richtige ist für meinen Jungen der eigentlich gerne lernt,jede Menge Fantasie und auch Sensibilität mitbringt.Jedes Kind hat eine eigene Persönlichkeit und jedes Kind ist anders welche Schule die richtige ist sollte jede Mutter ihr Bauchgefühl entscheiden lassen,darauf hören wir eh zu wenig und verlernen so instinktiv das richtige für unsere Kinder zu tun weil wir viel zu sehr darauf achten was das System und die Gesellschaft von uns erwarten.

    1. Mama notes sagt:

      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Das ist genau das, was ich meine. Die Regelschule hat keine Strukturen, um auf die Kinder individuell einzugehen. Und selbst wenn Dein Kind nicht so schnell schon einen Buchstaben gelernt hätte, warum soll ein 6 oder 7jähriges Kind nicht diesen Bewegungsdrang haben? Ich finde Waldorf und Montessori auch zwei sehr gute Alternativen und hoffe, dass eines der beiden bei uns klappt. Super, dass Du so mutig warst, Dein Kind in der Grundschule die Schule wechseln zu lassen. Macht nicht jeder. Alles Gute für Euch!

  19. Julia sagt:

    Ich bin Lehrerin an einem Gymnasium in einer Kleinstadt. Ich bin Mutter einer knapp zweieinhalb jährigen Tochter. Was du befürchtest, kann ich ein Stück weit nachvollziehen. Aber beim Thema Schule ist es doch so:

    Jeder war in der Schule. Also ist jeder qualifiziert darüber zu reden. Wer hat denn schon mal dem Arzt erklärt, wie er seinen Job zu machen hat? Oder dem Automechaniker? Dem Piloten? Dem Steuerberater? Nur bei Lehrern weiß es jeder besser und kaum jemand vertraut einfach mal darauf, dass wir in all den Jahren an der Uni genau dafür ausgebildet wurden, dass solche Ängste nicht wahr werden? Warum glauben alle, dass die gleichen Lehrer, die man selbst vor 20 oder noch mehr Jahren hatte, immer noch das Maß aller Dinge sind?

    Ich wünsche dir, dass du eine Schule findest, mit der du leben kannst. Und ich wünsche deiner Tochter, dass du sie ihre eigenen Erfahrungen machen lässt. Es gibt viele Kinder, die Gruppen- und Freiarbeit schrecklich finden. Es gibt viele, die Frontalunterricht schrecklich finden. Manche bevorzugen feste Partner, andere wollen Abwechslung. Aber erstens weißt du nicht vorher, was bei deinen Kindern Sache ist, und zweitens wechseln gute Lehrer deshalb immer wieder die Methoden und Sozialformen. Also vielleicht wirklich einfach mal den EXPERTEN vertrauen, anstatt von vornherein alles schlecht zu machen!

    1. „Warum glauben alle, dass die gleichen Lehrer, die man selbst vor 20 oder noch mehr Jahren hatte, immer noch das Maß aller Dinge sind? “ Alle? Wenn du dieser Befürchtung oft genug begegnest, kommt es dir sicherlich so vor… Mancherorts jedoch sind es wirklich noch diese Menschen von vor 20 Jahren…

  20. Nadine sagt:

    Schöner Beitrag! Und ich sehe das genau so! Deshalb geht mien großer nun seit 7 Jahren auf eine Waldorfschule (dort gibt es keine Noten!). Aber auch hier gibt es furchtbare Lehrer. Davor ist man leider nie sicher. Allerdings ist es da einfacher, diese Lehrer „abzuwählen“, da die Waldorfschule ja von ihrem Konzept lebt und dies auch umgesetzt wissen möchte! Auch das Lernen ist hier anders, entspannter. Deshalb wird auch mein jüngster definitiv KEINE staatliche Schule besuchen. Ich sehe das so: ich reiße mir den Arsch auf, damit meine Kinder zu glücklichen, empathischen und liebevollen Menschen heranwachsen und die frustrierten, inkompetenten (was auch immer) Lehrer machen das alles wieder zunichte?!? Nein danke!

  21. Michaela sagt:

    Meine Kinder gehen seit 6 Jahren auf eine alternativpädagogische Schule, deren Namen ich nicht nennen will, weil mein Klarname im Internet steht und die Schule so klein ist (etwas mehr als 100 Kinder incl. Kindergarten), dass ihre Anonymität nicht mehr gewahrt wäre.

    An dieser Schule gibt es keinerlei Bewertungen, nur Unterrichtsangebote (keine Pflicht), natürlich keine Hausaufgaben und keine Klassenarbeiten. Der pure Himmel. Man lernt, wann man will, und wenn man nicht lernen will, spielt man Fußball, tauscht Yugiyo-Karten, spielt Lego, whatsoever. Man muss auch nicht mit 6 in die Schule kommen, sondern kann warten, wann es sich richtig anfühlt. Und dann kann man mal reinschnuppern. Manche schnuppern mehrere Wochen, bevor sie ganz wechseln. Was eine Herausforderung ist, sind die sozialen Fähigkeiten, die einem abverlangt werden: Konfliktfähigkeit, Diskussionen führen, sich ausdrücken, für sich einstehen. Alle Kinder sind folglich eloquent und selbstbewusst.

    Wenn man 12 wird, darf man in den Sekundarbereich gehen, aber man kann auch noch warten. Wenn man drin ist, kann man immer noch machen, was man will. Und wenn man Teenie ist, wird mit einem besprochen, wie es jetzt weiter geht, und wenn man einen Plan hat, wird man bei der Vorbereitung auf die auswärtige Oberstufenprüfung oder die Realschulabschlussprüfung unterstützt Man bekommt aber nie Noten, sondern höchstens sagt einem jemand, ob es schon reicht.

    Manche Kinder lernen sehr spät lesen, andere können mit 14 noch nicht richtig rechnen. Aber wenn sie eine Vision haben, lernen sie es. Man kann den Stoff aus vielen Jahren in einem Jahr lernen, wenn man will. Und wie es Jugendlichen geht, die von unserer paradiesischen Schule auf ein Oberstufengymnasium kommen, habe ich in einem Blogartikel beschrieben: http://www.einfuehlsam-leben.de/von-einer-freien-schule-ins-oberstufen-gymnasium-interview-mit-emma/

    1. Mama notes sagt:

      Das klingt wirklich paradiesisch. Das ist also eine freie Schule? Aber nicht Waldorf oder Montessori? Ich will genau das! :)

    2. gina pamari sagt:

      meine beiden kinder sind auf die freie schule bochum gegangen, leider hatten die zu dieser zeit noch keine grundschule, erst ab 4.schuljahr bis zur 10.(aber es wurde danach auch die grundschulstufe eingeführt) dort gab es erst in den beiden letzten jahren zensuren, das war auflage von arnsberg, vorher gibt es jahreszeugnisse in textform,danach gibt es die möglichkeit aufs gymnasium zu gehen, ich habe selbst an dieser schule gearbeitet und meine kinder haben ohne druck und mit viel spass dort gelernt und später fachabitur bzw. abitur gemacht. es gibt keine autoritäre abgrenzung zwischen lehrern, personal der schule, eltern und schülern. die anzahl der schüler war begrenzt, zu unserer zeit damals (in den 90’ger) knapp über 100, wie es heute ist weiß ich nicht. ich bin jedenfalls froh, dass meine kinder dort gelernt haben und sie haben sich zu wundervollen, selbstbewußten, empathischen menschen entwickelt.übrigens gab es dort auch mal eine aktion, da konnten, wenn sie wollten, eine woche in eine regelschule gehen, meine tochter und freundin haben das in der 7. klasse gemacht, ihr kommentar danach, wir sind froh wieder hier zu sein. nur zur info, bochum hatte 1981 diese schule mit 14 kindern gegründet, inzwischen gibt es freie schulen in vielen städten, einfach mal googlen