Erziehung & Beziehung

Meine Mama-Gedanken: zwischen Selbstzerfleischen und Verzeihen

Gefühle ausleben
Comments (9)
  1. Kathrin sagt:

    Schöner Text! Einfühlsam und klug. Vielen Dank dafür.

  2. Vadder sagt:

    Vielleicht mache ich mir da wieder mal zu viele Gedanken, aber ich würde das als „ist nur so eine Phase“ sehen. Das gibt sich sicher von alleine. Es ist eben die Art und Weise wie das Kind zur Zeit mit Konflikten umgeht. Das wird mit der Zeit anders werden. Ich als Vater sage da auch gerne zu meiner Frau: Warten wir erstmal ab ob sich das über eine längere Zeit (und damit meine ich eine Zeit wie ein halbes Jahr oder so) bestand hat und überlegen dann, wie man das lösen könnte. Zunächst einmal halte ich alles für „Nur eine Phase“. Ich kann aber auch verstehen, wenn man sich da etwas mehr Gedanken macht, versuche mich aber zum Beispiel durch Dinge die meine Kinder in emotional aufgewühlten Situationen sagen nicht verletzen zu lassen. Die meinen das nicht so.

    1. Mama notes sagt:

      Hallo, klar meinen die daws nicht so und sind sich der Tragweite ihrer Worte noch nicht bewußt. Aber ich frage mich halt, welcher Druck dahinter steckt, verbal austeilen zu wollen. Abgesehen davon bin ich auch nur ein Mensch und hab auch Gefühle. Manchmal ;)

  3. Einfach eine herzliche Umarmung einer anderen – ich zitiere: „Arschlochmama“ – Zitat Ende.

  4. oh – das kenne ich auch.

    Interessanterweise macht meine Jüngste das im Gegensatz zu ihren Brüdern nur bei mir. Auch fies.

    Aber es geht vorbei. Zum Glück

  5. Snowqueen sagt:

    Ich habe den ganz dringenden Wunsch, dich fest in den Arm zu nehmen und dir zu sagen, dass du eine prima Mama bist. Es tut mir so leid, wenn mein Text in dir das Gefühl ausgelöst hat, inadäquat zu reagieren. Das sollte er ganz und gar nicht. Ich habe das Gefühl, das Lesen hat dich ganz stark in die Perfektionismus-Falle gedrängt, dabei sollte er doch gerade das Gegenteil auslösen. Es reicht, nein, es ist sogar besser, eine ‚good enough mother‘ zu sein, keine ‚perfect mother‘!

    Ich kann dir sagen, warum ich fest davon überzeugt bin, dass du die beste Mutter bist, die sich deine Kinder wünschen können. Weil dein kleiner K2 so dermaßen bei sich ist, dass er schon in so jungem Alter so weise seine Gefühlszustände kommentieren kann: ‚Wenn man weinen muss, muss man weinen.‘ Oder auch, in einem frühreren Artikel von dir das ‚Argh, iss weiß auch niss, was iss will. Gnah!‘ Wie besser kann man denn das Zerrissene ‚Komm her- Geh weg‘ der Autonomiephase verbalisieren?! Er ist ein ganz Großer, dein K2 und ja, du hast Recht: Wir Erwachsenen können noch von ihm lernen.

    Und das er das kann, dass er ausspricht, was er fühlt und seine Zerrissenheit ausdrücken kann, das ist dein Werk. Normalerweise können Kinder das nicht einfach so. Sie können es fühlen, das ja, das von Geburt an. Aber verbalisieren, was sie fühlen? Du musst da schon zu beigetragen haben, musst ihnen Worte verliehen haben. Also hör auf, dich selbst zu zerfleischen und nach der perfekten Reaktion zu schielen. Bist du noch authentisch, wenn du dir Juuls Worte einverleibst und beim nächsten Mal einen zitierbaren pädagogisch wertvollen Satz nachplapperst? Nee, oder? Also bleib mal lieber bei dir, das hilft deinen Kindern viel mehr.

    Das, was du machen kannst, machst du schon: Du merkst, wenn was schief läuft, du denkst drüber nach, du holst dir Rat in deiner Elternblogger-Bubble. Manchmal schaffst du es, in der nächsten Situation diesen Rat umzusetzen, wenn dieser dir und deinem Charakter entspricht. Dann bleibst du auch authentisch dabei und das merken deine Kinder und reagieren darauf. Was mehr wünscht du dir?

    Liebe Grüße, snowqueen

    P.S. Dass er jetzt verbal austeilt ist ein riesiger Schritt in Richtung Impulskontrolle und ich finde für einen Dreijährigen ziemlich bemerkenswert, dass er das schon kann. Daran ist nichts Zynisches, es ist einfach ein Lernprozess, der sehr sehr lange dauert und sehr schwierig ist.

  6. ringelrose sagt:

    Danke. Mir sind deine Gedanken und deine ganze Art nachzudenken so vertraut, als ob ich den Text selbst geschrieben hätte.
    Was ich gerade versuche: Achtsamkeit. Was ist, das ist. Annehmen und nicht dagegen ankämpfen. Die Kinder. Mich. Das Leben.

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