Erziehung & Beziehung

Gender – Ein Kleid sagt mehr als 1.000 Worte

Comments (23)
  1. Suse sagt:

    Liebe Mama Note,
    Jetzt ist es schon so spät, Kind3 hat sich fertig übergeben, also kann ich auch noch kommentieren.

    Ich kann Dich sehr gut verstehen und denke im Prinzip genauso.
    Kind1 hatte bis zum KiGa keinerlei rosa Sachen. Ich mag dieses typisch Mädchen typisch Jungs Ding nicht. Dem Kleinkind war es schnuppe.
    Dann kam sie in den Kindergarten und stellte fest, dass alle Mädchen rosa Kleidchen trugen. Also hat sich der Papa erweichen lassen. Dazu kam, dass viele der geliehenen Klamotten auch rot/rosa waren. Das Kind Hell auf begeistert.
    Ich nicht, hielt mich aber zurück. Zur Taufe von Kind2 bekam die große Tochter von der Patin ein Kleid, ähnlich dem Euren.
    Kind1 sehr glücklich. Bis sie nach dem Essen wie immer klettern wollte. Das Kleid flatterte ihr vor der Nase rum. So kam die Erkenntniss: „Ich will lieber spielen als schön sein!“
    Die Rosaphase hielt etwa bis 5 an, seitdem versucht sie das zu vermeiden. Ich lasse sie aber die Teile noch anziehen, die in rosa noch passen. Muß sie durch.
    Wenn sie sich selbst was aussuchen darf, geht sie in die Jungsabteilung. Bei den Mädchen gibt es ja nichts anderes.

    Du hast völlig recht, wenn Du das Ganze nicht unterstützen möchtest. Ich denke aber, je unverkrampfter man damit umgeht, desto niedriger wird der Stellenwert der Sache.
    Geschenke, die mir gegen den Strich gehen, habe ich auch schon weggeworfen :-)

    Viele Grüße
    Suse

  2. Micha sagt:

    Kann ich gut verstehen! Bei Kleidung bin ich auch sehr wählerisch und den Schnitt des Kleides finde ich auch too much für eine 4jährige. Wusste denn die liebe Verwandtschaft, dass du der Tochter “eindeutig“ Mädchenhaftes nicht so gerne anbieten möchtest?
    LG, Micha

  3. Mama notes sagt:

    Danke für Eure Kommentare.
    Suse, ja ich denke auch, dass ein unverkrampfter Umgang den Stellenwert minimiert. Ich werde den Tülunterrock abschneiden und sie es anziehen lassen. Es KÖNNTE ja sein, dass es immer etwas länger in der Wäsche braucht als andere Klamotten ;)

    Micha, meine Tochter hat seit sie 2,5 Jahre alt ist, eigentlich nur Röcke und Kleider anziehen wollen. Da sie Entscheidungen selbst treffen darf und ernst genommen wird, besitzt sie also einige Kleider/Röcke, was per se Mädchenhaft ist, auch mit Blumen drauf etc.
    ABER es sind immer kindgerechte Schnitte, keine Schnitte, die es auch für Jugendliche oder gar Erwachsene gibt. Und meistens in klaren Farben bzw. nicht in pink. Es ist nicht mit Hello Kitty, anderen Scheußlichkeiten oder mit Glitzer-Applikatonen ausgestatten. Auch Satinbänder oder Tüll gibts bei uns nicht. Daher ist das Kleid für eine schon stilbewußte Schenkede ärgerlich für mich.
    Kann ja ein Fehlgriff sein. Ich denke, die Regel, keine Kleidung als Geschenk für Kinder, kommt dem entgegen. Auch als Signal gerade für das Mädchen, Kleidung nicht über zu bewerten.

  4. Katharina sagt:

    Meinen Buben ziehe ich zwar sehr „bubig“ an – jedenfalls kommt die Kleidung „bubig“ rüber. Jeans, Sweatshirt oder Hoodie. Ein Mädchen würde ich wohl genau gleich anziehen. Ich selber laufe schliesslich auch 99% der Zeit so rum.
    Was ich sagen wollte: Ich mag „Erwachsenenstil“ an Kindern ebenfalls nicht. Je nach Anlass sind des Kurzen Anziehsachen etwas eleganter, neutraler, dezenter, aber so richtiges „Miniatur-Mann“-Zeugs hat er nie gehabt.

  5. Katharina sagt:

    P.S. „Keine Kleider als Geschenke“ gilt hier übrigens seit Geburt. Ich bin da etwas eigen, was die Sozial- und Umweltverträglichkeit der Herstellugnsprozesse betrifft und kaufe lieber Second Hand, als „unanständig produziert“.

  6. Super Beitrag! Ich sehe das ganz genauso wie du. Am schlimmsten finde ich die Tatsache, dass dem Jungen wie selbstverständlich Spielzeug geschenkt wird (was ja auch total angemessen für das Alter wäre/ist) und dem Mädchen nur Kleidung (soll ein Mädchen nicht spielen?!). Schlimm, dass es so viele erwachsene Menschen gibt, die sich darüber keine Gedanken machen…

  7. Tabea sagt:

    Ich hab gute Erfahrungen damit gemacht, mit meinen Kindern sowas bei Gelegenheit einfach anzusprechen.

    Da wird man sich selbst dann auch klarer darin, was genau einen stört.

    Z.B. eben, dass das Kleid so empfindlich ist und Du lieber möchtest, dass sie was anhat, in dem sie alles machen kann, was sie möchte.

    Wobei ich mich beim Schreiben sofort frage, warum Du sie nicht einfach in dem Kleid alles machen lässt, was sie möchte.

    Ewig wird’s ihr eh nicht mehr passen UND Du magst das Kleid ganz und gar nicht – dann lass sie doch damit rumrennen, matschen, …?!

    Wenn’s hin is, isses hin und kann endlich weg. Und bis dahin kannst Du ihr beibringen, dass auch Prinzessinnen alles machen können, was sie wollen.

    1. Mama notes sagt:

      Danke für Deinen Kommentar! Ja, klar lasse ich sie in dem Ding alles machen. Aber sie klettert dann selbst ungern, weil der Rock halt zu lang und weit ist. Und ja, darüber sprechen halte ich auch immer für eine wichtige Methode. Habsch gemacht. Wir haben uns dann geeinigt, dass wir diesbezüglich eben eine andere Meinung haben. :)

  8. mom sagt:

    Ich habe lange Jahre ähnlich wie Du gedacht und habe mich jedesmal geärgert, wenn mein Kind (heute erwachsen) Zeuch von der Verwandtschaft bekommen hat, das ich nicht mal mit dem Fuß ins Feuer geschubst hätte. Mittlerweile sehe ich das weniger rabiat. Ein Kind ist so wahnsinnig vielen Einflüssen ausgesetzt, die stärksten kommen aus der Peer Group und von den Medien. Ob da eine Oma ein Rüschenkleid schenkt oder nicht und ein Tante „Ui, es dreht sich, wie süß!“ kreischt oder nicht, darauf kommt es letztlich nicht an. Das Mädchen wird sich mit lauter Normschönheiten konfrontiert sehen, egal, ob die Oma ein Prinzessinnenkleid schenkt oder einen Baukasten. Die anderen Mädels werden stundenlang mit dem Haarglätter hantieren, egal, ob die Tante Rüschen preist oder Hoodies.
    Das Kind hat nun mal eine Verwandtschaft, und man kann überlegen, ob es das Kind nicht eher bereichert, wenn es merkt, dass die Verwandtschaft nicht die Klonarmee von Mama und Papa ist, sondern Menschen mit unterschiedlichen Meinungen und Geschmäckern. Heute würde ich nicht mehr so ein Gedöns über unpassende Geschenke manchen wie vor 15, 20 Jahren. Ich bin mittlerweile um jeden Verwandten froh, der sich aktiv ins Familienleben einbringt.

    That said: es gibt Dinge, die würde ich meiner Verwandtschaft auch heute nicht durchgehen lassen, aber mein Toleranzrahmen ist einfach viel größer als früher.

  9. gedankenpotpourri sagt:

    Ein wunderbarer Artikel von dir!

  10. sektundliebe sagt:

    Ich fand deinen Text und dein Unbehagen sehr nachvollziehbar.
    Gerne würde ich dir hierzu noch einen Artikel verlinken, der mir einen guten Input zu meiner eigenen Bewertungen von ‚femininen‘ Sachen gegeben hat. Auch die Kommentare dazu fand ich lesenswert:
    http://maedchenmannschaft.net/pretty-in-pink/

    1. Mama notes sagt:

      Danke, der Text ist sehr gut. Wobei mir diese Art Kleider aus missfallen, wenn das Mädchen sich ausdrücklich auch darin dreckig machen darf und herumtobt. ;)

  11. Anne sagt:

    Du hast mir so aus der Seele geschrieben! DANKE! Auch ich kann mich über ein Kleid sooo in Rage schreiben!

  12. Dini sagt:

    Hallo,
    der Artikel ist wirklich super und spricht mir wirklich aus der Seele. Meine kleine ist zwar erst 5 Monate alt, aber diese Diskussionen über Mädchenkleidung gibt es jetzt auch schon. Hinzu kommt hier immer noch der Satz „aber sie sieht doch sonst aus wie ein Junge.“
    Grüße

  13. nebo sagt:

    Meine Mutter liebte dunkelblau und, auch, weil ich ein (damals fundamentalistisch-christliches) Bauernkind bin, durfte ich nie diese rosa Kleidchen anziehen und weil mir Kleidung und mich ausdrücken dürfen wichtig ist, habe ich ziemlich unter den blau-praktisch-Vorschriften gelitten. Mir ist die Freiheit in diesen Dingen fast heilig. Bei meinen Kindern sieht das jetzt so aus, dass die älteste von klein auf viel darauf achtete, was zusammenpasst in ihren Augen, bis heute gern Kleider mag und sich immer noch (jetzt 7 jahre alt) furchtbar ärgert, dass es heutzutage keine Gelegenheiten für ausladende Barockkleider mehr gibt. Wenn Kinder die Freiheit haben, auch Praktischeres anziehen zu können, denke ich, warum nicht? Die zweite Tochter, nun 3, mag nicht gerne Kleider und ist sehr genau mit Passform und Bequemlichkeit. Wehe, eine Socke sitzt nicht ganz richtig oder die Strumpfhose ist ein Stück zu hoch gezogen. Sie liebt dunkelblau, grün und rot und ich kaufe vieles für sie in den Jungsabteilungen, ausserdem trug sie fast ein Jahr lang kurzgeschorene Haare. Das eigentliche Problem dagegen ist mein kleiner Sohn, ein Jahr alt. Ich ziehe ihm alles von den Mädchen an, einiges davon rosa, weil ich es einfach nicht einsehe, etwas neues zu kaufen, nur weil die Farbe nicht “passt“. Da sagen dann viele, ach komm – der arme Junge! Dabei ist es ihm völlig egal! Und wenn er älter wird, warum sollte er es dann nicht mehr wollen? Warum ist es so schlimm, etwas “typisch“ weiblich zu tun? Wenn ich darüber nachdenke, werde ich ganz wütend, weil ich das Gefühl habe, es geht in der ganzen Debatte den allermeisten Leuten nie um die Freiheit, sondern schlicht gegen Rosa, Glitzer und Rüschen. Sind es einfache Leute, dann kleiden sie ihre Mädchen in Pink, aber blooooss nicht den Jungen. Sind es aufgeklärte Leute, dann dürfen auch die Mädchen das nicht tragen. Das ist jetzt vielleicht provokativ, aber mein Eindruck ist, es geht gegen das, was weiblich besetzt ist. Zuerst mussten Frauen alle so sein, wie es als weiblich galt und Männer “männlich“, dann kam die erste Phase der Emanzipation und nun soll niemand mehr “weiblich“ sein dürfen/müssen, aber wann kommt die Zeit, in der wirklich alle alles dürfen?

  14. Katrin sagt:

    Hallo Mama notes,

    es hat mich sehr gefreut deinen Beitrag zu lesen und ich möchte dich einladen, mit der ganzen Situation etwas entspannter umzugehen. Ich finde es total toll und sehr unterstützenswert, dass du deine Tochter möglichst lange vor solchen Rollenbildern bewahren willst. Viel wichtiger als die Medien empfinde ich aber die Vorbildrolle der Eltern. Wie verhältst du dich als Mutter deiner Tochter gegenüber? Wie siehst du dich selbst als Frau? Das hat m.M einen viel größeren Einfluss auf die Entwicklung deiner Tochter. Ich bin jetzt 28, liebe pinke Oberteile genau so wie ausgewaschene Hosen und trage meine Haare sehr kurz. Rollenbilder nerven mich zusehends. Als ich Kind war hatte ich ein Lieblingskleid: es war ein pinkes Rüschenkleid, auf dem auf der Brust Feivel der Mauswanderer abgebildet war. Das änderte nichts daran, dass ich mich Pippi Langstrumpf und Ronja Räubertochter immer viel näher gefühlt habe. Vielleicht solltest du deiner Tochter, falls du es nicht sowieso schon getan hast, diese Heldinnen näher bringen. Sie haben mich maßgeblich geprägt.

  15. Franziska sagt:

    Oh doch, ich verstehe es nur zu gut was du da denkst und gehe in vielem eher noch weiter!

  16. Alex sagt:

    Was ich immer schade finde ist, dass wir unsere eigenen Abneigungen und Vorlieben auf die Kinder projizieren.
    Sicherlich ist es wichtig, einem Jungen beizubringen, dass er nicht „nur“ ein Junge ist und einem Mädchen, dass es „mehr“ als ein Mädchen ist. (Die Formulierung ist bewusst so gewählt, weil leider auch in Deutschland eine Tochter immernoch einen geringeren Stellenwert hat, als ein Sohn.)
    Dass das Mädchen es schade findet, dass es kein Spielzeug bekommen hat, ist verständlich. Aber kann man sich nicht, statt sich über den Schnitt des Kleides zu ärgern, an der Freude des Kindes freuen?
    Ich finde es toll, dass das Kind selbst eine abweichende Meinung haben darf. Aber es zu manipulieren, indem ich ihm das Kleid entziehe oder den Schnitt meinen persönlichen Bedürfnissen anzupassen, ohne das Einverständnis des Kindes einzuholen, finde ich dem Kind gegenüber unfair. Wenn es selbst den Unterrock mag, gehört es zu einer „selbstbestimmten“ Erziehung des Kindes dazu, ihm diesen zu erlauben, wenn sein Wohl dadurch nicht gefährdet wird.

    Meine beiden Töchter durften schon früh (ich hab der Großen schon mit 12 Monaten Kleidung gezeigt und sie auswählen lassen, meine Kleine war in dem Alter noch nicht daran interessiert) selbst entscheiden, was sie anziehen möchten.
    Es war mir wichtig, dass sie einerseits lernen, ihre Identität selbst zu finden und andererseits, welche „Erwartungen“ unsere Gesellschaft hat, wie ein Mädchen sein sollte.
    Wollten sie anders sein als andere, habe ich ihnen die Folgen erklärt und sie dann darin unterstützt, ihren Weg zu gehen. Wollten sie sich anpassen, habe ich im Prinzip das gleiche getan.
    So hatte die Große viele niedliche Rüschenkleider, bis sie etwa 8 war und die Kleine kurze schwarze Hosen und T-Shirts mit Totenköpfen, Drachen und anderen ausgefallenen Motiven. Mit ca 8 hatte die Kleine das erste mal die Haare an der Seite kurzrasiert und den Rest lang und mit 11 trug sie ein Gepardenmuster in diesem Sidecut.

    Ich mag selber Rüschenkleider auch nicht so sehr und bin eigentlich der Meinung, dass Kinder viele Farben brauchen. Aber das ist meine Meinung und wenn mein Kind sich anders entwickeln möchte, als ich mir das vorstelle, sollte ich das so lange fördern, wie es ihm nicht ernsthaft schadet.
    So hat die Große sich zwar insgesamt „Gesellschaftskonform“ entwickelt, ist aber genauso selbstbewusst und klar in ihren Entscheidungen, wie die Kleine.
    Keine der beiden ist ganz „typisch Mädchen“ geworden. Weder in ihren Berufswünschen, noch bei ihrer persönlichen Spielzeugauswahl.
    Klar hatten sie Puppen, aber auch Superheldenpuppen, von denen die Große trotz Rüschenkleidern nie genug bekommen konnte. Ich fand es toll, das Kind erleben lassen zu können, dass man auch, wenn man Rüschenkleider liebt, durchaus Fußball spielen oder eben Superhelden sammeln darf und dass das vollkommen normal ist und dass man auch Barbies in Rüschenkleider stecken darf, wenn man selber lieber Hosen trägt. Es war auch ok, wenn die Barbie den Märchenprinzenanzug von Ken trug, während der im Rüschenkleid daher kam.

    Kinder sollten nicht „Jungen“ oder „Mädchen“ sein MÜSSEN, aber sie sollten es dürfen. Und je weniger wir das Manipulieren, um so freier gehen sie später dann damit um, wenn sie dann als Mädchen Maurermeister und als Junge Kindergärtner werden wollen. Umso mehr wir ihnen erlauben, selber zu entscheiden, ob sie Shorts oder Kleidchen tragen, um so weniger haben sie später selbst Schwierigkeiten damit, wenn ihre Sexualvorstellungen von den gesellschaftlichen Normen abweichen, sie also bi- oder homosexuell sein sollten. Um so leichter fällt es ihnen, wenn sie feststellen, dass ein Körper anderen Geschlechts passender für sie wäre.
    Ein „Du solltest Dich als Mädchen nicht wie eines benehmen“ schränkt die Entwicklung ein.
    Und was den „Erwachsenen“ Schnitt des Kleides angeht: Meisst fällt das Kindern nur auf, wenn man sie darauf hinweist und dann ärgern sie sich nicht, sondern finden es, genauso wie wir früher, toll, etwas „erwachsenes“ zu tragen, weil sie „erwachsen“ spielen wollen. Das wollten die meissten von uns früher auch.

    Ich wünsche mir da mehr Selbstbestimmung für das Kind. Es ist nunmal ein Mädchen. Warum darf es dann nicht auch wie eines herumlaufen wollen, ohne das versucht wird, dass irgendwie einzuschränken?

  17. Barbara sagt:

    Kennst du das Buch „die Prinzessin in der tüte“ ?mal ein etwas anderes prinzessinnen Buch

  18. Kinker Litzchen sagt:

    Mir scheint es, als sollte deine Tochter kein Mädchen sein und damit drängst du deinem Kind deine Meinung auf. Das ist auch nicht das gelbe vom Ei! Lass dein Kind selbst entscheiden wie es sich entwickeln möchte!
    Ich mag auch kein rosa und Glitzer, aber sie darf sich trotzdem damit ausleben, aber genauso gern buddelt sie auch einfach mal nur in Gummihose im Matsch rum …
    Die Mischung machts, die Kinder brauchen diese freie Entfaltung, in allen Richtungen, um zu sehen was Ihnen am Besten gefällt, außerdem werden in der Pupertät viele Verbindungen der Gehirnareale( die in der Kindheit aufgebaut wurden, nur die Häufigsten bleiben bestehen) gekappt und völlig neu verbunden. Das heißt, erst da werden dann tatsächlich die Späteren Charaktere komplett gebildet, das kann genaue das Gegenteil vom Kind sein. Im Kopf passiert soviel und viele Eltern wissen gar nicht was sie für einen enormen Einfluss darauf nehmen, indem sie Sachen verbieten oder wollen, dass das Kind das so mach wie sie es gerne hätten.
    Kleider machen Leute, es ist ein Ausdruck seiner Selbst … Auch für ein Kind. Meine Tochter entscheidet täglich selbst was sie anzieht, und ja wir haben gerade eine Kleiderphase …. die gab es aber über 1 Jahr nicht mehr, und die wird irgendwann auch wieder enden.
    Solange man dem Kind den fein Willen lässt ist doch alles gut. So haben sie wenigstens die Neugier alles mal zu probieren. Der freie Wille wird uns in dieser Gesellschaft schon früh genug genommen. 😉

  19. Ananja sagt:

    Ich kann dich absolut verstehen. Rosa, Glitzer und Tüll sind auch gar nicht so meins. Zwar finde ich mein Rabaukenkind (3,5 Jahre) in Kleidchen wahnsinnig niedlich – aber ich stehe da eher auf knallige, bunte und (vor allem) pflegeleichte Sachen, so in dem Stil: http://www.nickis.com/designers/venera-arapu/venera-arapu-kleid-5316818.html Also Snoopy steht mir auch als Figur irgendwie näher als Elsa :) Das weiß auch die Verwandtschaft, bzw. ich habe da eine klare Ansage gemacht und gebe auch konkrete Wünsche, für die dann z.B. die Großeltern zusammenlegen oder sich absprechen – das Kleid oben gab es z.B. im Juni zum Geburtstag und es kam sehr gut an und war den ganzen Sommer über ein Lieblingsstück. Natürlich kommt irgendwann die Zeit, in der die Kinder sich den Prinzessinnen-Stil vielleicht selber wünschen. Das geht bei uns auch schon so ein bisschen los seit dem Kindergarten. Aber solange ich als Mutter noch einen Einfluss darauf habe, nutze ich das aus. Es gibt genug Kleider, die süß und bunt und mädchenhaft sind, in der mein Kindergartenkind aber eben noch aussieht wie ein Kindergartenkind und nicht wie ein zu klein geratener Teenie auf dem Weg zum Abschlussball.

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