FamilienAlltag

Dein erstes Baby und worauf Dich niemand vorbereitet hat

Worauf Du mit Baby nicht vorbereitet warst - Mama notes
Comments (29)
  1. Bei uns ist das zu einem geflügelten Satz geworden „Das hat uns vorher keiner gesagt!“.

    Ich hatte nie damit gerechnet, meine Unbeschwertheit zu verlieren, meinen grenzenlosen Optimismus.

    Ich erinnere mich so gut an diesen allerersten Moment der verlorenen Unbeschwertheit. Ich hatte gerade erst erfahren, schwanger zu sein; mir war furchtbar übel, ich war hundemüde und ich lag schlaflos auf dem Bett. Und bei aller Freude und allem Glück war da diese plötzliche, nagende Sorge: Was ist, wenn es nicht gesund ist? Wenn es gesund zur Welt kommt, aber später mal schwerkrank wird? Wenn ihm etwas passiert, wenn…

    Ich habe mich daran gewöhnt, ich lebe nicht in ständiger Sorge und Angst um meine Kinder, aber. Das kleine Aber, das bleibt.

  2. Hallo,
    eine klasse Idee, mal die ganzen Punkte zu sammeln und in einem Artikel zu veröffentlichen. Ich hatte zwar extra Besucherpantoffel besorgt, weil ich mir gedacht habe, dass nach der Geburt mehr Besuch kommt als sonst, aber dass es so viel und so häufig wird, hatte ich nicht gedacht. War manchmal sehr anstrengend.
    Viele Grüße
    Claudia

  3. Mareice sagt:

    Was für eine tolle Zusammenfassung! Vielen Dank dafür.
    Ich habe leider vorher nichts davon mitbekommen, sonst hätte ich auch hier und da noch meinen Senf dazu gegeben.
    Was ich gelernt habe (und eigentlich tief im Innern schon immer wusste): Nicht alle Kinder kommen gesund zur Welt. Es gibt kein Recht auf ein gesundes Kind. Nicht in der Schwangerschaft, nicht während der Geburt und auch nicht danach.
    Entwickelt sich ein Kind nicht, wie es soll, wird es damit für seine Eltern zu einer Herausforderung, die durch blutende Brustwarzen und Schlafmangel nicht zu toppen ist. Irgendwann stellt sich allerdings eine bendinungslose Liebe ein. Und damit meine ich eine, die wirklich ohne Bedingungen funktioniert, ohne ein Erreichen von Meilensteinen. Ohne das erste Lächeln, die erste Drehung, die ersten Schritte.
    Einfach Sein reicht für die Liebe.

    1. Mama notes sagt:

      Liebe Mareice, ganz besonders lieben Dank für Deinen Kommentar, der mir die Rührungstränen ins Auge getrieben hat. Ich hoffe, dass alle Leserinnen ihn auch lesen, denn er ist ganz besonders wahr – und wichtig für jede Schwangere. <3

  4. Was für ein klasse Beitrag ich musste lachen und heftig mit dem Kopf nicken und manchmal entfuhr es mir: oh ja, wie wahr! Mein Tipp an alle werdenden Eltern: lest ihn nicht :-) denn alles – wirklich ALLES ist wahr was da oben steht. Aber man wird es nicht glauben, bevor man es selbst erlebt hat…ich teile den Artikel mal ganz schnell auf meiner Facebook-Seite..Liebste Grüße, Anna

    1. Mama notes sagt:

      Danke für Dein Feedback und fürs Teilen :)

      1. Und ein – ganz wichtiger Aspekt – wurde vergessen in der Aufzählung vergessen: worauf Dich niemand vorbereitet hat: egal was auch passiert – wir würden es wieder tun- das Kinder kriegen :-)

  5. Pterry sagt:

    da fehlt aber noch: wieviel anders man die Welt wahrnimmt. also mir war vorher nicht so sehr aufgefallen wie laut der Verkehr ist, und was das Baby wohl dadurch für einen ersten Eindruck von dieser Welt haben muss.

  6. Ich finde das so geballt jetzt nicht gerade mutmachend.

    Und wenn man das jetzt, z.B. als Schwangere, liest, ist man doch nicht darauf vorbereitet.

    Denn es ist ja in jeder Familie anders.

    Bei mir ist nicht alles eingetreten, was hier beschrieben wird. Sicher hatte ich hier und da auch Probleme, aber mit Informationen zum richtigen Zeitpunkt, zugewandten Mitmenschen und ganz viel Bauchgefühl bin ich immer gut gefahren.

    Viel Liebe und Zuversicht!

    1. Mama notes sagt:

      Danke Dir. So ist es. <3 (Ergänzende Umfrage "Warum wir Eltern das Babykriegen trotz Babywahnsinn uneingeschränkt empfehlen und lieben" läuft bereits auf Twitter. Wird verbloggt.

  7. Isa sagt:

    Uns hatte damals keiner gesagt, dass ich nie wieder alleine sein würde, wenn erstmal das Baby da ist. Dass der Mann schön weiter einen draufmachen kann, während ich brav das Baby hüte. Dass ich für alles verantwortlich bin. Windeln kaufen, Gläschen kaufen, Brei anrühren, eben alles. Fotos machen, Dokus schreiben etc. Beim zweiten Kind sagte uns jeder, es ist sooo anstrengend. Ich finde es nicht anstrengender, obwohl ich wieder aussehe wie ein Zombie. Stresspickel, Augenringe, miese Laune (kriegt natürlich keiner mit). Ich kümmer mich nun unter der Woche um beide Kids und ich sag mir: Jo, das ist schön. Und wisst ihr was? Man kann Kinder genießen. Schub hin oder her. Was man doch vorher wusste ist, dass das Leben sich ändert. Wie? Das ist bei jedem anders und macht es doch auch spannend!

    Macht weiter fleißig Kinder – denn sie sind es wert!

  8. Fireflyt sagt:

    Für uns, die schon ein Kind haben ist die Sammlung super! Man erinnert sich an so viel ob gut oder schlecht zurück und lächelt irgendwie. Aber als Schwangere sollte man das nicht lesen. Denn der Grund warum einem das niemand sagt ist der, dass es einem keiner sagen kann was sein wird. Wie genau es bei jedem einzelnen ist, ist ja ganz verschieden. Und als Schwangere sollte man ganz fest an sich glauben und keine Angst kriegen.

  9. Was für tolle,unterschiedliche Antworten. Ich hab es bei Twitter gar nicht mitbekommen, aber vielleicht kann ich bei Runde Zwei ja helfen. Denn ich finde, so im Nachhinein stimmt das alles. Aber bevor das Baby da ist kann man sich das nicht vorstellen und dann ist diese Sammlung hier ganz schön erschreckend.
    Was ich noch Mutmachendes sagen will: man kann sich die Geburt vorher nicht vorstellen, aber egal wie viel Angst oder Respekt man davor hat, sie kann einem unglaublich viel fürs Leben mitgeben.

    Liebe Grüße,

    Andrea

  10. Astrid von Bullerbü sagt:

    Hui, da bin ich aber froh, dass ich das nicht als Schwangere gelesen habe hier…. Vielleicht solltest Du eine Trigger-Warnung oder ähnliches vorschalten – Frische Brise hat’s ja schön formuliert.
    Worauf mich niemand vorbereiten konnte: auf die totale Affenliebe, die Du für Dein Kind empfindest; wie absolut abgefahren und großartig lustig das Lachen Deines Babys klingt und dass Du alles tun wirst, nur damit es noch ein bisschen weiter lacht; dass Du bei Tierfilmen untröstbar und völlig haltlos in Tränen ausbrichst, weil dort einem kleinen Tierbaby ein Haar gekrümmt wird; dass Du einen Hells Angel anschreist, weil er mit seiner Scheiß-Harley das Baby geweckt hat…

    1. Urs sagt:

      re:Tierfilme und so:

      Hehe, ja, hat mir niemand gesagt wie nah ich mal am Wasser gebaut haben würde.

  11. Chris sagt:

    Ist nicht direkt von mir die Gedanken die jetzt kommen. Meine Frau ließ gestern noch mal Revue passieren wie es für sie war.

    O-Ton meine Frau „mich hat es sehr erschrocken nicht mehr direkt verbunden zu sein im Sinne von das Baby ist im Bauch und wird direkt von mir versorgt und beschützt. Die Nabelschnur wurde durchgeschnitten und dann war das Baby einfach weg. Also nicht wirklich weg, aber weg von mir, in mir“

    Mich als papa übermannte ein wenig mit was für einer „Wucht“ so ein winziges Wesen dein Leben, deinen Rhythmus verändert. Im positiven Sinne. Die Welt tickt auf einmal ganz anders, nichts ist mehr so wichtig wie das neue kleine Leben was du in den Armen hälst. Die Zeit entschwindet einfach so dahin indem man bewundert und staunt und schwups ist wieder ein Tag Weg an dem du eigentlich nichts geschafft hast was du sonst vorher geschafft hast. Aber das ist auch gut so, zu schnell vergeht diese erste Zeit und man bekommt sie nicht zurück. Man behält die Erinnerung und freut sich immer wieder darüber.

  12. Rosalie sagt:

    2 Dinge, die mich so geschockt haben, dass ich nicht darauf vorbereitet war:
    1. Geburtsschmerz ohne Medikamente. Das millimeterweise Vorrücken des Köpfchens und man weiß, gleich reißt alles, und man muss doch weiter pressen, weil der Druck so unerbittlich ist. Ganz schrecklich. Und hinterher sagt der Mann: Lief doch super. Neee, is klar.

    2. Mit einem flach atmenden Neugeborenen bereits am Eingang des Kinderspitals von einem wartenden Oberarzt empfangen zu werden. Und als sich die Tür zur Neointensiv öffnet, fing ich an zu beten. All diese Kinder so zu sehen, war definitiv zu viel des Guten. Und an jedem Bettchen eine Mutter mit diesem unbeschreiblichen Blick voller Angst und Hoffnung.

    Aber auch:
    Dank der Kinder zu einem besseren Menschen zu werden. In jeder Hinsicht. Sie wissen so viel mehr von Menschlichkeit und Freiheit, als ich.

    Und nachts mit Baby auf dem Arm Reinhard Mey hören und weinen. Verrückt ist das.

  13. Urs sagt:

    Ich habe ungeahnte Erfahrungen von Frustration gemacht in den drei Wochen, in denen wir jeden Abend – immerhin abwechselnd – damit zugebracht haben, ans Bett gefesselt zu sein um dem Kind beim nicht-Einschlafen zuzusehen. Aus 10 Minuten werden 30 werden 60 werden 2 Stunden wird Mitternacht+ und nichts hilft und dann ist der Tag zuende.

    Aber das war’s auch schon. Aus Papa Sicht, zumindest. Und weisste, ist nämlich auch drauf geschi**en :) Denn, und das hat meine Freundin irgendwo aufgegabelt:

    „Die Entscheidung, ein Kind zu haben, ist von großer Tragweite. Denn man beschließt für alle Zeit, dass das eigene Herz außerhalb
    des eigenen Körpers herumläuft.“

    Jup. Und wie.. einfach mal boahwunderkrass das ist, hätte ich nie geahnt.

  14. Karen sagt:

    1. Wie verdammt selten man tatsächlich mal allein ist: http://www.imom.com/wp-content/uploads/2014/10/no-alone-time.jpg

    2. Wie ich-bezogen wir vor unserem Sohn waren und gleichzeitig wie selbstlos man plötzlich wird.

  15. Hihi….das hat mir auch keiner gesagt, oder habe ich vielleicht nur nicht wirklich zugehört? Ich finde, es kann sich keiner WIRKLICH vorstellen, wie Schlafentzug, angespuckt werden, Abendsingen etc auf die Psyche auswirken. Dazu noch die Hormone, die Schmerzen und die unglaublichen, teilweise höchst inkompetenten Ratschläge und Empfehlungen von „Fachleuten“ und anderen Klug********* machen das Chaos perfekt.
    Aber es geht vorbei, und ist doch schön. Mehr Bauchgefühl, weniger Doofis und dann ist es gut.
    Und wenn das Baby gesund ist, ist das doch sowieso das größte, wertvollste und beste was passieren konnte. Dankbarkeit und Demut hierfür!
    Und nach ein paar Monaten ists doch fast wieder vergessen, nach ein paar Jahren schläft man wieder und nach ein paar Jahrzehnten muss man sein Baby gehen lassen…..

  16. Auch wenn es sicherlich teils schon so oder ähnlich beschrieben würde, gebe auch ich gern noch meinen Senf dazu:

    Ich hatte vor der Geburt meines ersten Kindes vor fast acht Monaten keine Ahnung, wie sehr diese unser Leben wirklich verändern würde. Man weiß es natürlich und macht sich seine Gedanken und rechnet damit … aber die Realität kann man sich nicht vorstellen.

    Ich habe nicht damit gerechnet, wie hin- und hergerissen ich sein würde zwischen dem, was Ratgeber, Hebamme, Ärzte und die Omas sagen und raten. Da kann einem das eigene Bauchgefühl, auf das man ja bekanntlich immer schön hören soll, echt abhanden kommen.

    Ich habe auch nicht gewusst, wie oft und wieviel man weinen kann, ohne genau zu wissen ob aus Glück oder Anstrengung und Verzweiflung.

    Ich hatte nicht erwartet, dass ich alles, was ich über Geburten gelesen habe, in die Tonne kloppen konnte, als meine Tochter kam. Du musst NICHTS wissen, absolut nichts, es ist purer Instinkt und ein Programm, über das man so viel lesen kann, wie man will, ohne es wirklich zu kennen.

    Und schon gar nicht erwartet hätte ich, in welch einem Ausnahmezustand man danach ist. Glücklich und erschöpft und dermaßen von Zeit und Raum gelöst … dass man stundenlang dieses kleine Wesen einfach nur anschauen kann, das da gerade noch IN EINEM DRIN entstanden und gewachsen ist. Und vor lauter Verzückung bemerkt man nicht einmal, wie es einen von oben bis unten mit Kindspech beschmaddert. Und selbst wenn: man streichelt einfach verzückt weiter.

  17. Ilaina sagt:

    Der einzige „Tipp“ den ich habe: Haushalt sein lassen, schlafen, wenn das Baby schläft und sich bekochen/essen liefern lassen. Wochenbett tatsächlich auch dort verbringen. Besuch kann warten, das Baby ist nicht innerhalb weniger Wochen eine Riese, der laufen und sprechen kann. Nutzt die Zeit im Wochenbett, um wirklich anzukommen. Nicht nur Babies müssen in der Welt ankommen, auch Neu-Mamas. Hört auf Euer Bauchgefühl, nicht auf das, was andere sagen, was richtig ist. Findet Euren Weg, der für Euch passt. Alles andere ist egal.

  18. karussel1 sagt:

    Vieles wurde schon beschrieben, worauf man nicht vorbereitet ist: die Geburtsschmerzen, die Liebe zum Kind, die Faszination, der Schlafentzug, die Schmerzen beim Stillen ect.

    Was mir noch dazu einfällt

    1. wie schräg es sich anfühlt, das erste Mal mit dem Kinderwagen alleine spazieren zu gehen

    2. die Wut, die man fühlt, wenn das Baby nicht aufhört zu schreien und man selbst schon tagelang übernächtigt ist und selber nur noch schlafen will

  19. mamaonline sagt:

    …dass es eben NICHT bei jeder Mama so ist, dass der erste Anblick des eigenen Kindes die großen Glücksgefühle auslöst. Mein erster Gedanke war: Du bist mir ja ganz fremd! Und alle weiteren Gedanken in den nächsten Stunden waren nur (weil Dammriss, unter unsäglichen Schmerzen genäht werden… und am Ende dann doch noch OP): Ich will nur eines: Keine Schmerzen mehr haben!!! Hab mich so rabenmuttermäßig gefühlt… Natürlich zu unrecht: Am nächsten Tag waren die Verliebtheitsgefühle voll da und wurden jeden Tag mehr. Und abgesehen von dem üblen Dammriss, der mich wochenlang ins Bett gezwungen hat: Die Geburt war ein Traum! Das Stillen lief nach 3 Wochen wie am Schnürchen! Und trotz alle 3 Stunden Stillen hab ich meistens genug Schlaf bekommen! Mein persönliches Fazit: Mütter haben so einiges auszuhalten, aber nicht jede Mutter alles. Jede hat da ihre eigene Geschichte. Was man braucht: Menschen, die einen ernst nehmen und unterstützen. Und ein bisschen Geduld ;-)

  20. Tati sagt:

    … das man sich ank*tzen lässt und sogar noch sein TShirt als „Eimer“ formt, nur damit man nachts nicht das ganze Bett beziehen muss.

    Vielleicht nicht bei vielen so, aber leider bei mir. Wie hilflos und kurz vor einem Zusammenbruch man ist, wenn eine Kolonne Ärzte kommt und das frisch geschlüpfte, zwei Tage junge Baby mitnehmen auf die Intensivstation. Man ist plötzlich so furchtbar allein und leer. Und der Mann muss sich um seine Termine kümmern.

    Ein besonderer Punkt war für mich auch, die Beziehung zu dem Mann. Durch unseren Sohn zeigte sich, wie fest und ehrlich unsere Beziehung ist. Leider stellte sich heraus, der Mann ist null empathisch, beziehungsfähig- sondern egoistisch und eifersüchtig auf das Kind.

  21. Stefi sagt:

    Herzlichen Dank. Mein Sohn ist jetzt 10, habe fast alles erlebt wie hier beschrieben aber bis heute hatte ich das Gefühl ich sei die Einnzige mit diesen Erfahrungen…. Warum erzählen wir Frauen uns das nicht? Oder wollen wir es nicht hören, weil wir es uns nicht vorstellen können?

    1. Mama Notes sagt:

      Danke, das war auch der Anlass zu diesem Artikel. Nur wenige Frauen erzählen sich, was auch dazu gehört. Ich finde es wichtig, das zu erzählen, es ist das Leben.

  22. D.D. sagt:

    Danke, einfach nur Danke! Mein kleiner Mann ist 5 Wochen alt und laut Kinderärztin kein „Anfänger Baby“ ich hatte KEINE Ahnung wie der Alltag mit Baby wird, schon gar nicht mit diesem wunderschönen, ungeduldigen, fordernden Tragling (24 Stunden…. Tag und Nacht) meine Welt steht Kopf und: es ist normal. Solche ehrliche Artikel sind Balsam für eine frisch gebackene und verunsicherte Mamma wie mich. Herrlich erfrischend, Danke!

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